Iran: Kylie Moore-Gilbert nach Gefangenentausch freigelassen - Außenpolitik

Iran: Kylie Moore-Gilbert nach Gefangenentausch freigelassen – Außenpolitik

Die seit mehr als zwei Jahren inhaftierte Islamwissenschaftlerin Kylie Moore-Gilbert wurde laut dem staatlichen Sender IRIB vom iranischen Regime freigelassen. Als Gegenleistung für die Freilassung des Australiers erhielten die Mullahs einen Austausch mit drei im Ausland inhaftierten Iranern.

IRIB hat keine zusätzlichen Details zur Veröffentlichung bereitgestellt. Der Austausch wurde noch nicht offiziell bestätigt, aber IRIB gilt als sachkundige Quelle in der Nähe des Gesetzes. Fernsehaufnahmen zeigten den Wissenschaftler in einem Transporter, die Aufnahmen wurden Berichten zufolge in Teheran gemacht.


Fotos des öffentlich-rechtlichen Senders IRIB zeigen Moore-Gilbert im VanFoto: / AP Foto / dpa

Der Universitätsprofessor der Universität Melbourne wurde im September 2018 nach Teilnahme an einer wissenschaftlichen Konferenz im Iran verhaftet und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Israel ausspioniert und die nationale Sicherheit gefährdet hatte. Moore-Gilbert, der ebenfalls britischer Staatsbürger ist, hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Alle Versuche der australischen Regierung, ihre Freilassung auf diplomatischem Wege sicherzustellen, sind gescheitert. Die Justiz im Iran sei unabhängig und vermittle keine politische Vermittlung in nationalen Fragen, sagte er gegenüber Teheran.

In diesem Jahr gab es im Iran bereits zwei Gefangenenaustausche. Im Februar wurden ein Deutscher und im März ein Franzose gegen einen Iraner ausgetauscht.

Ein im Iran inhaftierter amerikanischer Historiker wurde ebenfalls im Dezember 2019 freigelassen, und im Gegenzug wurde ein iranischer Forscher aus dem Gefängnis in den Vereinigten Staaten entlassen.

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