Franz Schuberts tragische „Winterreise“ kommt in die Moody Performance Hall

Franz Schuberts tragische „Winterreise“ kommt in die Moody Performance Hall

Die übliche Publikumsreaktion auf das Ende des einstündigen Liederzyklus von Franz Schubert Winterreise (Winterreise) ist erstauntes Schweigen, dann Staunen, etwas Besonderes erlebt zu haben. Vor dem Hintergrund von 24 Gedichten des deutschen Schriftstellers Wilhelm Müller, die hier selten aufgeführt werden, imaginieren die Lieder die traurige Winterwanderung eines jungen Mannes, dessen Geliebte ihn zurückgewiesen hat.

Schubert hatte Pech in der Liebe, daher hätten diese Texte für ihn eine besondere Resonanz gehabt. Er wurde auch von Anfällen der Krankheit – wahrscheinlich Syphilis – getrübt, die bald seine eigene irdische Reise beendete. Schubert starb ein Jahr später im Alter von 31 Jahren – noch vor Mozart.

Wer wird es durchführen: Der deutsche Bariton Benjamin Appl und der Pianist James Baillieu in der Titus Family Recital-Reihe der Dallas Opera. Der Zyklus wird im deutschen Original gesungen, mit gedruckten Übersetzungen. Appl ist ein Schützling des verstorbenen deutschen Bariton Dietrich Fischer-Dieskau, einem der berühmtesten Interpreten der deutschen Sprache Lieder (künstlerische Lieder).

Über die Arbeit: Kein Komponist hatte eine feinere melodische Begabung als Schubert, und er durchdringt diesen Zyklus, der ohne Unterbrechung aufgeführt werden soll. Die Songs sind nicht einheitlich traurig – hier und da tauchen glückliche Erinnerungen und (schlimm sternenklare) Hoffnungsschimmer auf –, aber letztendlich konfrontieren sie Liebeskummer und Einsamkeit.

Die Klavierbegleitungen sind Wunderwerke, mit wenigen Tönen viel zu sagen. Sie erinnern an die schmerzhaften Schritte des Eröffnungsstücks „Gute Nacht“, die vom Wind verwehte „Weathervane“, das Tröpfeln von „Frozen Tears“, den Hupenruf des Postboten in „The Post“.

In dem fast überwältigenden Song „The Mock Suns“ wird die Klavierbegleitung vollständig im Bassschlüssel verdunkelt. Schließlich beschwört das Klavier in sich wiederholenden Mustern auf einem Bordun den sorglosen „Drehleierspieler“, eine Art von Doppelgänger für den Reisenden: „Niemand will hören,/Niemand sieht ihn an,/Und die Hunde knurren/Um den alten Mann herum. Auf das Wesentliche reduziert, sind wenige Momente in der klassischen Musik strenger – und verheerender.

Siehe auch  In dieser Liebesgeschichte steckt Magie, aber sie ist tief vergraben

Einzelheiten

Januar um 14:30 Uhr in der Moody Performance Hall, 2520 Flora St. Für alle Gäste in der Lobby und der Aufführungshalle besteht Maskenpflicht. $15 bis $50. 214-443-1000, dallasopera.org.

.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.