Bei Pleite des Alsterhauses: Stadt Hamburg könnte Millionen Euro verlieren

Luxus-Kaufhauskette „KaDeWe Group“ meldet Insolvenz an

Die renommierte Luxus-Kaufhauskette „KaDeWe Group“ hat in dieser Woche Insolvenz angemeldet. Diese Nachricht sorgt nicht nur bei Kunden und Mitarbeitern für Aufsehen, sondern auch bei Behörden und Investoren. Ein betroffenes Kaufhaus, das Alsterhaus am Jungfernstieg, gehört ebenfalls zu dieser Kette. Trotz der Insolvenz bleibt das Kaufhaus vorerst geöffnet. Allerdings geht damit ein erhebliches finanzielles Risiko für Hamburg einher, das durch diese Pleite millionenschwere Verluste befürchten muss.

Die Insolvenz der „KaDeWe Group“ wurde durch eine Bürgschaft verursacht, die schon vor fast vier Jahren gewährt wurde. Damals genehmigten der Bund, Berlin und Hamburg gemeinsam eine Bürgschaft in Höhe von insgesamt 90 Millionen Euro. Die Bürgschaft sollte die Betriebskosten absichern, vor allem die hohen Mietzahlungen der Kaufhäuser an den Signa-Konzern, zu dem die „KaDeWe Group“ als Tochterfirma der Signa Holding gehört.

Die Signa Holding ist Teil eines großen Immobilien-Imperiums, das dem österreichischen Unternehmer René Benko gehört. Bereits im November 2023 meldete die Holding Insolvenz an, und seitdem sind weitere Tochterfirmen zahlungsunfähig geworden. Nun ist auch die „KaDeWe Group“ von dieser finanziellen Schieflage betroffen, was auch für die Bürgschaftsgeber Bund, Berlin und Hamburg große Herausforderungen mit sich bringt.

Von der insgesamt 90 Millionen Euro schweren Bürgschaft trägt Hamburg 25 Prozent, was einem Betrag von 22,5 Millionen Euro entspricht. Auch Berlin zahlte weitere 25 Prozent, während der Rest vom Bund übernommen wurde. Die Chancen stehen jedoch schlecht, dass einer der Bürgschaftsgeber sein Geld zurückerhalten wird. Den genauen Verlust kennt jedoch niemand, da der Bund gemäß gesetzlicher Bestimmungen über Bürgschaften nur in nicht öffentlich verfügbaren Drucksachen berichtet.

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Diese Insolvenz stellt für die betroffenen Kaufhäuser und die Bürgschaftsgeber eine große Herausforderung dar. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob es mögliche Lösungen gibt, um die Verluste in Grenzen zu halten. Viele Kunden hoffen, dass die Kaufhäuser erhalten bleiben und weiterhin exklusive Einkaufserlebnisse bieten können.

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