„Gedächtnisnebel“ nach Corona-Infektion – Forscher entdecken Ursache

„Brain Fog“ als Langzeitfolge einer Corona-Infektion identifiziert

Berlin, 12. April 2022

Die Langzeitfolgen einer Corona-Infektion werden immer deutlicher: Forschende haben nun die Ursache für das sogenannte „Brain Fog“ identifiziert, das häufig nach einer Covid-19-Erkrankung auftritt. Eine Virusinfektion kann demnach zu Störungen des Blutversorgungssystems im Gehirn führen, da die Blutgefäße durchlässiger werden und das Gehirn nicht mehr ausreichend geschützt werden kann. Die gestörte Blut-Hirn-Schranke gilt als Hauptursache für die Symptome von „Brain Fog“.

Forscher des Trinity College Dublin und des St. James Hospital Dublin haben Studienergebnisse veröffentlicht, die erhöhte Werte eines Proteins bei Betroffenen nachweisen, die auf eine gestörte Blut-Hirn-Schranke hinweisen. Mittels MRT mit Kontrastmitteln konnte diese Störung sichtbar gemacht werden. Die Forschung in diesem Bereich könnte die Behandlung von postviralen neurologischen Erkrankungen verändern, da die Rolle der Blut-Hirn-Schranke bei vielen neurologischen Erkrankungen genauer untersucht wird.

Long Covid, die Langzeitfolgen von Corona-Infektionen, ist immer noch nicht ausreichend erforscht, da zuverlässige Zahlen zur Häufigkeit fehlen. Studien schätzen das Auftreten von Long Covid auf 6-15 Prozent. Die Langzeitfolgen von Covid-19-Infektionen werden oft unterschätzt und erfordern mehr Forschung und Aufmerksamkeit, um Betroffenen besser helfen zu können.

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