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Corona-Warn-App: Telekom und SAP empfehlen, App einmal am Tag zu öffnen

Corona-Warn-App: Telekom und SAP empfehlen, App einmal am Tag zu öffnen

Nach den inzwischen bekannt gewordenen Aktualisierungsproblemen der deutschen Corona-Warn-App haben ihre Entwickler eine neue Botschaft für Nutzerinnen und Nutzer: Um ganz sicherzugehen, dass die App zeitnah über mögliche Risikokontakte informiert, sollen Nutzerinnen und Nutzer das Programm einmal am Tag aktiv auf ihrem Smartphone aufrufen.

“Sicherheitshalber empfehlen wir momentan, die App einmal pro Tag zu öffnen”, erklärte ein Sprecher von SAP gemeinsam mit einem Telekom-Sprecher. Beide Konzerne haben das Programm entwickelt und getestet.

Die Telekom und SAP empfehlen Nutzerinnen und Nutzern außerdem, die aktuellste Version der Corona-Warn-App zu installieren beziehungsweise ihre App auf jene Fassung zu aktualisieren. Auf Android-Smartphones hat die neueste Version derzeit die Nummer 1.1.1, auf iPhones lautet die entsprechende Nummer 1.1.2. Außerdem sollte das auf dem Handy genutzte Betriebssystem auf dem aktuellen Stand sein, heißt es, vor allem für iPhones wird das Update auf iOS 13.6 empfohlen.

Updates sollen helfen, sind aber keine Garantie

Mit den aktuellen App-Versionen wurden die bisherigen technischen Probleme nach Auskunft der Entwicklerfirmen angegangen. Den Unternehmenssprechern zufolge sollen die App-Updates für Android und iOS jedenfalls dazu führen, dass die App nun automatisch prüft, ob es einen Risikokontakt gab.

Die Firmen wollen sich aber offenbar nicht endgültig darauf festlegen, dass die App nach der Aktualisierung immer vollständig funktioniert. Die App einmal am Tag zu öffnen, wird daher als eine Art zusätzliche Sicherheitsmaßnahme angeraten. Wer dem Tipp nachkommt, wird laut den Unternehmenssprechern in jedem Fall über mögliche Risikokontakte informiert.

Einmal am Tag öffnen bedeutet: 24 Stunden plus eine Minute

Wer die App nun täglich öffnet, sollte aber unbedingt darauf achten, dass stets mindestens 24 Stunden verstrichen sind seit dem letzten aktiven Aufrufen der App.

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Wenn die App beispielsweise schon nach 23 Stunden und 59 Minuten geöffnet wird, kann dies laut einem SAP-Sprecher dazu führen, dass dann nicht die tagesaktuelle Liste aller als infiziert bestätigten App-Nutzerinnen und -Nutzer abgerufen wird. Dies gilt sowohl für iPhones als auch für Android-Smartphones, wie ein SAP-Sprecher bestätigte.

Nutzerinnen können selbst prüfen, ob die Warn-App korrekt funktioniert

Für die App-Macher wie auch für die App-Nutzer sind die bisherigen Probleme ein Ärgernis. Durch Medienberichte war öffentlich bekannt geworden, dass es sowohl auf einigen Android-Smartphones als auch auf vielen iPhones über Wochen Probleme mit der Aktualisierung gab, wenn Nutzer die App nicht regelmäßig öffneten. Das sorgte dafür, dass die App nicht immer automatisch prüfte, ob die Nutzerinnen und Nutzer Kontakt zu einer infizierten Person hatten – etwaige Warnungen wurden so nicht so zeitnah ausgespielt, wie Nutzer dies erwarten durften.

Verantwortlich dafür war die sogenannte Hintergrundaktualisierung, die nicht auf allen Smartphones automatisch durchgeführt wurde. Dies hat auch mit Einstellungen der Smartphone-Hersteller und Betriebssystem zu tun. (Lesen Sie hier mehr zu den Problemen unter Android und unter iOS.)

Nutzerinnen und Nutzer können in der App selbst mit einigen Schritten prüfen, ob ihre Warn-App korrekt funktioniert und aktuell geprüft hat, ob es Risikokontakte gab. Wie dies funktioniert und welche Einstellungen unter Android und iOS aktiviert sein müssen, erklären wir hier.

SAP, Deutsche Telekom und die Telekom-Tochter T-Systems haben von der Bundesregierung rund 20 Millionen Euro für Entwicklung, Inbetriebnahme und Wartung der innerhalb einiger Wochen entwickelten App bekommen. Die Bundesregierung hat außerdem bis zum 10. Juli rund 7,5 Millionen Euro für die Bewerbung der Warn-App ausgegeben.

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Icon: Der Spiegel

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Korbinian Geissler

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