Bund verkauft ein Viertel seines Anteils an Lufthansa |  Nachrichten |  DW

Bund verkauft ein Viertel seines Anteils an Lufthansa | Nachrichten | DW

Deutschland hat angekündigt, bis zu einem Viertel seiner Anteile an Lufthansa zu verkaufen.

Die deutsche Finanzbehörde sagte, der Umzug werde in den kommenden Wochen erfolgen und nannte eine positive Entwicklung für die Fluggesellschaft.

Die Aktien fielen nach der Ankündigung um bis zu 4,9%. Die 20%-Beteiligung des Staates wurde für 300 Millionen Euro (353 Millionen US-Dollar) erworben.

Lufthansa-Rettungsaktion

Der Luftverkehr ist von der Coronavirus-Pandemie am stärksten betroffen. Die Bundesregierung kündigte zunächst die 20%ige Beteiligung an, um der Fluggesellschaft zu helfen, die Auswirkungen der globalen Pandemie abzumildern.

Diese Investition wurde über den im März 2020 geschaffenen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (FSM) getätigt. Das Hauptziel des Fonds bestand darin, große deutsche Unternehmen zu stabilisieren und damit Arbeitsplätze zu erhalten.

Von einem Gesamtrettungspaket von 9 Milliarden Euro waren 5,7 Milliarden Euro eine stille Kapitalzuführung des Staates sowie ein 300 Millionen Euro Aktionsplan. Die restlichen 3 Milliarden Euro würden von der öffentlichen Förderbank KfW geliehen.

Das Rettungspaket rettete die Fluggesellschaft im Juni 2020 effektiv vor der Insolvenz.
Bei der Beihilfe sollte es sich um eine vorübergehende Maßnahme handeln, und das WSF kündigte an, den gesamten Anteil im Wert von derzeit 1 Milliarde US-Dollar bis Ende 2023 zu verkaufen.

Die deutsche Regierung und die Fluggesellschaft wollen, dass das Unternehmen so schnell wie möglich wieder steuerlich unabhängig wird.

Kostensenkungsmaßnahmen für nationale Fluggesellschaften

Lufthansa konnte ihre Verluste im zweiten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum halbieren. Dies geschah, als die Reisebeschränkungen nachließen und mehr Passagiere in die Lüfte stiegen.

Die Airline verzeichnet seit Beginn der Coronavirus-Krise einen positiven Cashflow und erwartet bis in diesem Jahr eine Rückkehr in die Gewinnzone.

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Die Fluggesellschaft hat auch strenge Kostensenkungsmaßnahmen durchgeführt, um ihre Finanzen zu konsolidieren. Es wurden mehr als 30.000 Stellen gestrichen und die Flotte von 800 Flugzeugen wird bis 2023 auf 650 reduziert.

kb/rs (dpa, Reuters)

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