Deutscher Außenminister: Russland von Swift zu trennen, ist „nicht das schärfste Schwert“

Deutscher Außenminister: Russland von Swift zu trennen, ist „nicht das schärfste Schwert“

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock spricht während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem US-Amtskollegen Antony Blinken (nicht abgebildet) nach einem Treffen, bei dem sie am 20. Januar 2022 in Berlin über die Ukraine-Krise diskutierten. Alex Brandon/Pool via REUTERS

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BERLIN, 21. Januar (Reuters) – Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock äußerte sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung skeptisch über den Ausschluss russischer Banken aus dem globalen Zahlungssystem Swift.

„Eine Entkopplung des gesamten Zahlungsverkehrs wäre vielleicht der größte Knüppel, aber nicht unbedingt das schärfste Schwert“, sagte sie der Zeitung.

Sie sagte, die westlichen Länder würden sehr genau prüfen, welche Wirtschafts- und Finanzsanktionen die russische Wirtschaft und Führung tatsächlich ohne einen Rebound-Effekt treffen würden.

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„Die Bundeskanzlerin und ich haben deutlich gemacht, dass alle Mittel und Maßnahmen für eine weitere militärische Eskalation auf dem Tisch liegen. Dazu gehört auch Nord Stream 2“, sagte sie.

Die deutsche Zeitung Handelsblatt zitierte diese Woche Regierungsquellen mit der Aussage, westliche Regierungen erwägen nicht länger, russische Banken von Swift zu trennen.

Russlands Ausschluss aus Swift, der das Land effektiv von der Weltwirtschaft abschneiden würde, wurde lange Zeit als die ultimative Sanktion angesehen, die westliche Länder gegen Russland verhängen könnten, um es davon abzuhalten, militärische Aktionen gegen seinen Nachbarn, die Ukraine, durchzuführen.

Swift ist ein globales Netzwerk, das von fast allen Finanzinstituten auf der ganzen Welt verwendet wird, um Geld zwischen ihnen zu transferieren, und ein Eckpfeiler des internationalen Zahlungssystems.

Berichterstattung von Miranda Murray; Redaktion von Hugh Lawson

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