Bundesminister sagt, Gasknappheit könnte zu Schulschließungen führen – Reuters

Bundesminister sagt, Gasknappheit könnte zu Schulschließungen führen – Reuters

Im Gespräch mit der deutschen Zeitung Rheinische Post am Donnerstag sagte Bettina Stark-Watzinger, die Regierung von Olaf Scholz sollte eine Priorität sein, um sicherzustellen, dass Schulen und Universitäten geöffnet bleiben, auch wenn dem Land in diesem Winter das Benzin ausgeht, berichtete RT.

„Ich habe während des Wahlkampfs gekämpft [Covid-19] Pandemie bereits dafür, dass Bildungseinrichtungen als kritische Infrastruktur ausgewiesen werden“, erklärte die Ministerin.

Nachdem Russland die Versorgung über die Gaspipeline Nord Stream 1 drastisch reduziert hat und von einem künftigen Komplettstillstand die Rede ist, müsse „besonderes Augenmerk“ auf Schulen und Universitäten in Deutschland gelegt werden, „damit es keine gibt eventuelle Klassenkürzungen oder gar Ausfälle“ im Winter, warnte Stark-Watzinger.

Allerdings müssten die Bildungseinrichtungen, so der Beamte, beim Energieverbrauch effizienter werden, an vielen Schulen und Universitäten seien bereits Neubewertungen im Gange.

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Bildung und Wissenschaft, Maike Finnern, schloss sich der Einschätzung des Ministers an, dass viele Schulen im Land bereits energieeffizient seien.

Finnern räumte aber auch ein, dass gerade bei älteren und „strauchelnden“ Schulen, die nicht ausreichend gedämmt sind, noch Luft nach oben ist.

Der Gewerkschaftsvertreter begrüßte, dass die Bundesregierung neben Privathaushalten auch Schulen in die Kategorie „geschützte Kunden“ ihres Gas-Notfallplans aufgenommen hat.

Diese Ausweisung bedeutet, dass diese Gebiete bei Engpässen vorrangig mit Gas versorgt werden.

Die Gaslieferungen der russischen Gazprom nach Europa durch die Nord Stream 1-Pipeline sind im vergangenen Monat auf etwa 40 % der Kapazität gesunken. Moskau behauptete, dies sei eine direkte Folge westlicher Sanktionen, die die Rückgabe einiger wichtiger Ausrüstungsgegenstände an Russland verhinderten.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Pipeline Mitte Juli für planmäßige Wartungsarbeiten für 10 Tage komplett abgeschaltet wird.

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