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Unheilbarer Krebs: Patienten benötigen von Anfang an Palliativversorgung

Bisher wurde wenig über den Bedarf an unterstützender Pflege bei Patienten mit neu diagnostiziertem unheilbarem Krebs und im Verlauf ihrer Krankheit geforscht. Aus diesem Grund haben Experten der Arbeitsgruppe Palliative Medizin der Deutschen Krebsgesellschaft unter der Leitung von Professor Florian Lordick, Direktor des Universitätskrebszentrums Leipzig (UCCL), 500 Patienten im Alter von 25 bis 89 Jahren befragt. dass die Patienten von dem Moment an, als sie diagnostiziert wurden und bevor sie behandelt wurden, unterstützt wurden. Professor Lordick fasst es so zusammen: „Es ist dringend erforderlich, dass Patienten frühzeitig Zugang zu unterstützender Palliativversorgung für eine Vielzahl von Problemen haben, einschließlich psychosozialer Unterstützung. Palliative Care zielt nicht auf Heilung ab, sondern auf die Aufrechterhaltung der Lebensqualität, die Linderung von Schmerzen, die Behandlung anderer körperlicher Beschwerden und Probleme psychosozialer und spiritueller Natur.

Zwei Drittel der mit unheilbarem Krebs diagnostizierten Patienten berichteten von sofortiger und signifikanter körperlicher und emotionaler Belastung. Die Studie zeichnet ein komplexes Bild der Versorgung von 20 Krebsbehandlungszentren in ganz Deutschland, von der Universität bis zur Gemeinde, von der ambulanten bis zur stationären Versorgung. Der Onkologe Lordick erklärt: „Die Patienten waren sehr an der Untersuchung interessiert, obwohl sie sich in einer sehr schwierigen Situation befanden und die Studie von ihnen verlangte, ihr inneres Selbst in gewissem Maße zu offenbaren. Es hat uns gezeigt, wie wichtig dieses Thema für sie ist. ”

Die Patienten wurden kurz nach der Diagnose von unheilbarem Lungen- (217), Magen-Darm- (156), Kopf- und Hals- (55), gynäkologischem (57) und Hautkrebs (15) sowie erneut nach drei, sechs und zwölf Monaten befragt. Der Schwerpunkt lag auf Patientenbelastung, Symptombelastung, Lebensqualität und unterstützenden Pflegebedürfnissen.

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Über 30 Prozent der Befragten berichteten kurz nach der Diagnose von Angstzuständen und Depressionen. Beschwerden über Energiemangel, Ernährungs- und Verdauungsprobleme sowie Schmerzen waren ebenfalls sehr häufig. Die Studie zeigt, wo die Bedürfnisse der Betroffenen besonders hoch sind. Beim Vergleich von Patienten mit verschiedenen Krebsarten traten bei Patienten mit Tumoren des Magens, der Speiseröhre, der Leber oder des Kopfes und des Halses über den gesamten Zeitraum die höchsten Belastungen auf.

Professor Lordick ist der Ansicht, dass die Studienergebnisse verwendet werden können, um klare Schlussfolgerungen für die medizinische Praxis zu ziehen, und erklärt: “Krebszentren benötigen spezialisierte Palliativversorgung, sowohl stationär als auch ambulant. Dazu gehören spezialisierte Ernährungsberatung, Schmerztherapie und Physiotherapie sowie psychosoziale Unterstützung.” Der Experte des Universitätsklinikums Leipzig kommt zu dem Schluss, dass die Ergebnisse die Notwendigkeit unterstreichen, ein umfassendes Symptom-Screening einzuführen und eine frühzeitige Palliativversorgung zu gewährleisten.

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