Z'ers und Millennials entdecken zunehmend alte Mobiltelefone wieder und setzen auf das „Dumbphone“.Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten.
Z'ers und Millennials wechseln in Scharen zu alten Telefonen: „Sie können tatsächlich miteinander kommunizieren“
Smartphones sind zu einem festen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden.Sie sind Kommunikationsmittel, Unterhaltungszentrum und ständiger Begleiter.Doch genau diese ständige Verfügbarkeit von Unterhaltung und sozialen Reizen führt bei vielen Verbrauchern zu Müdigkeit.Vor allem Angehörige der Generation Z und Millennials reagieren darauf mit einem bewussten Schritt zurück: Sie steigen wieder bewusst auf alte und einfache Mobiltelefone um, wie die niederländische Online-Zeitung Metro berichtet.
Laut einer Umfrage des Unternehmens Refurbed erwägen etwa ein Drittel der Niederländer im Alter von 18 bis 29 Jahren und mehr als ein Viertel der Niederländer im Alter von 30 bis 44 Jahren den Kauf eines sogenannten „Dumbphones“.Diese Geräte bieten Grundfunktionen wie Anrufe und Nachrichten und werden häufig als Zweitgerät verwendet.Beide haben eine begrenzte Bildschirmzeit und einen begrenzten Platz.
Die Nachfrage nach alten Telefonen ist nicht vorübergehend
Medientrainerin Marloes Jonker sieht darin eine bewusste Gegenbewegung zur digitalen Reizüberflutung: Mit einem Dumbphone wird man nicht abgelenkt und kann wirklich miteinander in Kontakt treten.“ Ein einfaches Telefon hilft dabei, im Hier und Jetzt zu bleiben. Der Verzicht auf das Smartphone kann auch der Konzentration und dem Schlaf zugute kommen. Laut Jonker braucht das Gehirn eine Phase der Langeweile, um Emotionen zu verarbeiten und kreativ zu sein.
Wer abends sein Smartphone aus dem Schlafzimmer holt oder es vorübergehend durch ein normales Handy ersetzt, schläft oft besser.Laut Jonker ist der Trend zu älteren Telefonen keine kurzlebige Modeerscheinung, sondern Ausdruck des wachsenden Bedarfs an einem gesünderen Umgang mit digitalen Medien.
Der Wechsel zu alten Telefonen als Selbstvertrauen der Generation Z und der Millennials
Auch der Medienpsychologe Joe Grobel sieht in diesem Trend eine Form der Selbsttherapie.Er sieht darin ein potenziell nützliches Werkzeug, insbesondere wenn es um die Smartphone-Sucht geht.Außerdem gibt er Ratschläge, wie Smartphone-Nutzer ihr Verhalten dauerhaft ändern können:
- Nutzungsdauer begrenzen: Beschränken Sie die Nutzungsdauer auf ein bis zwei Stunden pro Tag oder legen Sie eine benutzerdefinierte Zeit fest.
- Umgebung gestalten: Gemeinsame Regeln zur reduzierten Nutzung mit Familie, Partnern oder Freunden vereinbaren.
- Genießen Sie persönliche Treffen: Planen Sie regelmäßige persönliche Treffen, anstatt SMS zu schreiben.
- Belohnungen etablieren: Für erfolgreiches Durchhalten gibt es kleine Belohnungen statt Strafen.
