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Smart Brabus Ultimate E: Der mächtige Zwerg von Bottrop

Smart Brabus Ultimate E: Der mächtige Zwerg von Bottrop
Written by Leonhardt Wolff

Die Faszination eines Smart kann nicht allein durch die Vernunft erklärt werden. Echte Fans zahlen viel Geld für spezielle Serien des Kleinwagens. Der jüngste stammt vom Tuning-Partner Brabus, der den jetzt elektrifizierten Bonsai-Benz auf Ultimate E aufrüstet und tatsächlich einen Mixer entwickelt.

Der Smart Ultimate E ist ein E-Runabout für das höchste Level der Stadt Tetris.

(Foto: Brabus)

Das Dekor erinnert etwas an Asterix und den Zaubertrank. Denn auf den ersten Blick ist der Smart ein perfektes kleines Auto, das die Stadt auf freche und fröhliche Weise durchquert, aber äußerst friedlich. Aber wer sein Druide für die Gallier ist, die Brabus-Firma ist für die Smart und anstelle eines Zaubertranks gibt es eine gute Portion Vitamin B.

Das Ergebnis ist jedoch dasselbe: Die Magie weckt bei dem Kleinen unvorstellbare Kräfte und der süße Kleine verwandelt sich in einen ungezogenen Bösewicht, der schamlos seine Muskeln spielen lässt: Willkommen im neuen Smart Ultimate E – dem elektrischen Flitzer für die Höchsten. Niveau in der Großstadt-Tetris.

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Der Fahrspaßschalter befindet sich ebenfalls in der Mittelkonsole des Smart Ultimate E Cabrio.

(Foto: Brabus)

Wenn Sie spielen möchten, drücken Sie den neuen Fahrspaßschalter in der Mittelkonsole und wechseln Sie vom E-Modus zum regenerativen oder komfortablen Normalbetrieb zu Sport oder Sport +. Dann zieht der giftige kleine Zwerg gierig am Gaspedal und wird unter dem Gewicht seines rechten Fußes zu einem Blitz auf Rädern: Als würde er versuchen, mit Porsche & Co. zu konkurrieren, schießt er von der Ampel weg, lässt alle anderen Verkehrsteilnehmer im Zwischensprint zurück und gräbt sich wie ein Skiprofi durch die Riesenslalomstangen durch den Stoßverkehr.

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Kraftzwerg ist ein Mixer

Der Kraftmeier fühlt sich auf Ihrem Handrücken so flink und aggressiv an, dass Sie das Datenblatt mit noch größerem Erstaunen betrachten: Der Sprint von 0 bis 100 km / h sollte tatsächlich 10,9 Sekunden dauern? Der Motor springt eigentlich nur von 60 auf 92 PS, und statt 160 sollte es nur 180 Newtonmeter Drehmoment geben. Die Theorie war der Praxis bisher selten unterlegen. Und ob Sie 157 Kilometer wie im Smart EQ oder 125 Kilometer mit einer Akkuladung wie im Ultimate E zurücklegen können, macht keinen großen Unterschied – niemand möchte mehr in einem Smart sitzen. .

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Die Leistungssteigerung des Smart Ultimate E ist im Vergleich zu anderen Brabus-Fahrzeugen sehr gering.

(Foto: Brabus)

Trotzdem sind sie bewaffnet, Brabus zu kritisieren. Immerhin sind Kunden an Leistungssteigerungen von 30-50% statt sogar 15% gewöhnt. “Aber es ist nicht so, dass wir es nicht ausprobiert haben”, sagt einer der Entwickler. Und es war sicherlich nicht der Motor. Aber sie hätten Bottrops Batterie berühren und die Leistungselektronik ersetzen sollen. Und das hätte den Preis unermesslich steigen lassen. Und mit rund 57.000 Euro ist es schon mehr als steil. Immerhin kostet das ursprüngliche Basismodell weniger als die Hälfte.

Bei Brabus geht es aber nicht nur um Leistung. Und während die geschmiedeten 18-Zoll-Modelle mit ihren dünnen Gummiplatten beeindruckender aussehen als die Standard-Motorräder, bei denen 16 Zoll die Grenze sind, sind die Änderungen am Chassis ebenfalls unwichtig. Zumal der Smart auch in der Brabus-Version kein wirklich komfortables Auto ist.

Cooler Look und engagiertes Fahrverhalten

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Die 18-Zoll-Räder des Smart Ultimate E.

(Foto: Brabus)

Was beim Ultimate E zählt, ist das Erscheinungsbild. Außen ist dies die sogenannte Widestar-Karosserie mit einem neuen Vorderteil mit großem Lüfter und kraftvoll ausgestellten Kotflügeln. Und innen macht vor allem das Leder den Unterschied. Denn sobald alle Kunststoffe mit Rindsleder überzogen sind, scheint auch für den Rabatt und die Bierkiste kein Smart mehr entwickelt worden zu sein. Nur der Retro-Charme altmodischer Instrumente und der jetzt – bescheidene – Komfort dünner Sitze ändern Brabus nicht.

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Trotzdem macht der Ultimate E mit seinem coolen Aussehen und seinem engagierten Fahrverhalten Lust auf mehr. Aber es wird nicht geben. Denn dieses Auto ist nicht nur in Bezug auf Handling und Aussehen ultimativ. Aber auch in der Reihenfolge der Zeiten. Da Daimler bald die intelligente Produktion einstellen und sich auf einen chinesischen Nachfolger verlassen wird, ist der Ultimate E auch der letzte seiner Art.

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Leonhardt Wolff

Hardcore-Musikfanatiker. Food-Evangelist. Freiberuflicher Spieler. Wannabe-Schriftsteller. Wegbereiter der Popkultur. Lebenslanger Unternehmer. Reise-Guru.

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