Russischer Oppositioneller: Alexej Nawalny meldet sich aus neuem Strafgefangenenlager – Info Marzahn Hellersdorf

Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat sich zum ersten Mal seit seiner Ankunft im Strafgefangenenlager Polarwolf zu Wort gemeldet. Das Lager befindet sich im arktischen Norden Russlands, rund 2.000 Kilometer von Moskau entfernt, in der Region Jamal-Nenzen.

Nawalny traf bereits am Samstagabend im Lager ein, nachdem der Transport dorthin 20 Tage gedauert hatte und für ihn „ziemlich anstrengend“ war. Überrascht war er, als sein Anwalt am Montag zu ihm vorgelassen wurde. Zuvor gab es seit dem 6. Dezember keine Hinweise auf seinen Verbleib und seinen Gesundheitszustand.

Der russische Oppositionspolitiker weist alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe als politisch motiviert zurück. Das Straflager, in dem er sich nun befindet, gilt als eines der härtesten Gefängnisse in Russland.

Nawalny wurde im August 2020 mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet und bei seiner Rückkehr nach Russland festgenommen. Im Sommer wurde er in das Straflager IK-6 in Melechowo verlegt und zu weiteren 19 Jahren Gefängnis verurteilt.

Nawalny beschuldigt das gegen ihn ergangene Urteil als politisch motiviert, da man ihn zum Schweigen bringen wolle, um seine Kritik an Präsident Putin zu unterdrücken.

Nawalnys Worte aus dem Straflager lassen aufhorchen und werfen erneut Fragen über Menschenrechtsverletzungen in Russland auf. Die internationale Gemeinschaft muss sich nun wieder mit dem Schicksal des Oppositionspolitikers auseinandersetzen und sich für seine Freilassung einsetzen.

Auf der Website ‚Info Marzahn Hellersdorf‘ werden wir weiterhin über die Entwicklungen in diesem Fall berichten und die Aufmerksamkeit auf Menschenrechtsverletzungen in Russland lenken.

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