Protest im Gefängnis: Nobelpreisträgerin tritt während Preisverleihung in Hungerstreik – Info Marzahn Hellersdorf – NACHRICHTEN

Aktivistin im Hungerstreik: Narges Mohammadi kann nicht persönlich bei Nobelpreisverleihung teilnehmen

Die iranische Aktivistin Narges Mohammadi, die sich seit Jahren für Frauenrechte und Meinungsfreiheit in ihrem Land einsetzt, befindet sich derzeit im Gefängnis und kann daher nicht persönlich bei der Verleihung des Nobelpreises in Oslo anwesend sein. Bereits seit 1998 wird Mohammadi aufgrund ihres Engagements immer wieder inhaftiert.

Während ihre Familienangehörigen Mohammadis Preis in Oslo entgegennehmen dürfen, hat die Aktivistin im Gefängnis einen Hungerstreik begonnen. Ihr Ziel ist es, Solidarität mit der religiösen Minderheit der Bahai zu zeigen, einer Gemeinschaft, die im Iran politisch verfolgt und diskriminiert wird. Die Bahai sind die größte religiöse Minderheit im Iran und werden von der iranischen Führung als Ketzer betrachtet. Ihnen wird vorgeworfen, „Spione“ Israels zu sein.

Mohammadi setzt sich seit vielen Jahren für Frauenrechte in ihrem Land ein und hat sich sowohl gegen den Kopftuchzwang als auch gegen die Todesstrafe engagiert. Im November trat sie bereits in einen Hungerstreik ein, weil sie sich weigerte, ihr Haar mit einem Kopftuch zu bedecken, während sie ins Krankenhaus gebracht wurde.

Die Aktivistin spielt eine entscheidende Rolle im Kampf für Frauenrechte und Meinungsfreiheit im Iran. Aufgrund ihrer Bemühungen ist sie bereits mehrfach verhaftet und ausgepeitscht worden. Seit November 2021 sitzt sie wegen „Propaganda gegen den Staat“ im Evin-Gefängnis in Teheran in Haft.

Mohammadis Tochter Kiana und ihr Sohn Ali werden den Friedensnobelpreis in ihrer Vertretung am Sonntag in Oslo entgegennehmen. Dennoch wird die Abwesenheit der Aktivistin bei der Verleihung eine deutliche Botschaft senden und die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Unterdrückung von Frauenrechten und Meinungsfreiheit im Iran lenken.

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