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Nach einem Messerangriff in Nizza: Suche nach den Komplizen des Verdächtigen

Nach einem Messerangriff in Nizza: Suche nach den Komplizen des Verdächtigen

Französische Anti-Terror-Einheiten haben weitere Einzelheiten zu dem Verdächtigen des Angriffs von Nizza mitgeteilt. Ein anderer Mann wurde Berichten zufolge festgenommen. Die tunesische Regierung leitet ebenfalls Ermittlungen ein.

Nach dem Messerangriff in Nizza konzentrieren die Ermittler der Terrorismusbekämpfung ihre Ermittlungen auf die Umgebung des Verdächtigen. Sie versuchen zu klären, ob er von Komplizen hätte unterstützt werden können.

Der aus Tunesien stammende Verdächtige kündigte laut den von ihm mitgeführten Unterlagen an, dass eine Untersuchung wegen des Verdachts eingeleitet werde, dass “ein Tunesier einen Terrorakt außerhalb des Landes begangen habe”.

Neue Verhaftung in Frankreich

Die französische Polizei verhaftete einen anderen Mann. Der 47-Jährige soll am Tag vor dem Verbrechen Kontakt mit dem mutmaßlichen Täter gehabt haben, sagte ein Sprecher der Justizbehörden.

Der französische Staatsanwalt für Terrorismusbekämpfung, Jean-François Ricard, gab am Abend die Ergebnisse der Untersuchung des mutmaßlichen Mörders bekannt. Ricard erzählte einer Pressekonferenz, dass der Verdächtige ein 1999 geborener Tunesier war, der am 20. September auf der italienischen Insel Lampedusa ankam und in die Hafenstadt Bari im Süden Tunesiens reiste. Italien, 9. Oktober. Die Reiseinformationen stammen aus einem Dokument, das für den Mann vom italienischen Roten Kreuz bestimmt war.

Der von der Polizei schwer verletzte Terrorverdächtige wurde ins Krankenhaus eingeliefert und ist in Todesgefahr, sagte Ricard.

Höchste Alarmstufe für Terroristen

Der französische Präsident Emmanuel Macron möchte am Morgen in einem nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat besprechen, wie es weitergehen soll. Die höchste Alarmstufe für Terroristen wurde im Land angegeben.

Erst Mitte des Monats sorgte der brutale Mord an Professor Samuel Paty weltweit für großes Entsetzen. Nach Angaben der Ermittler war das Motiv für den 18-jährigen Angreifer, dass Paty in einer Klasse Karikaturen des Propheten Muhammad zum Thema Redefreiheit gezeigt hatte. Patys Leiche wurde enthauptet gefunden.

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Der terroristische Staatsanwalt spricht von Enthauptung

Der neue Angriff fand am Donnerstag gegen 9 Uhr in der Notre-Dame-Kirche im Zentrum von Nizza statt. Der mutmaßliche Attentäter rief “Allahu akbar” (“Gott ist großartig”). Eine 60-jährige Frau hatte sich die Kehle durchgeschnitten, Ricard sprach von einer Art Enthauptung. Der 55-jährige Sakristan, der getötet wurde, wurde ebenfalls am Hals schwer verletzt. Ein drittes schwer verletztes Opfer floh. Die 44-jährige Frau starb vor der Kirche an ihren Verletzungen.

Keine Hinweise auf terroristische Geschichte in Avignon

Am Donnerstag gab es in Avignon auch einen Gewaltakt. Die Polizei tötete einen Mann, der angeblich Passanten mit einer Waffe bedrohte. Nach Angaben von Polizeikreisen gab es zunächst keine Hinweise auf terroristische Herkunft. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass der Mann psychische Probleme hatte und machte laut Staatsanwaltschaft verwirrte Aussagen.



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Heinrich Schuster

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