Medizin: Malaria: Zweiter Impfstoff kurz vor Zulassung – Info Marzahn Hellersdorf

Malaria-Impfstoff mit vielversprechenden Ergebnissen empfohlen, aber noch keine Zulassung erhalten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits im Oktober des Vorjahres den Impfstoff R21/Matrix-M gegen Malaria empfohlen. Trotz vielversprechender Ergebnisse bezüglich der Wirksamkeit und Verträglichkeit hat der Impfstoff jedoch noch keine offizielle Zulassung erhalten.

Im Rahmen klinischer Tests wurden insgesamt 4.800 Kinder aus ausgewählten Regionen in Ost- und Westafrika dreimal im Abstand von einem Monat geimpft. Ein viertes Mal erfolgte die Impfung nach einem Jahr. Die Ergebnisse zeigten, dass der Impfschutz zwischen 68 und 75 Prozent betrug und je nach Alter der Kinder variierte.

Der Impfstoff R21/Matrix-M stellt eine Weiterentwicklung des Vorgängers RTS,S (Mosquirix) dar und enthält ähnliche Proteine. Durch den höheren Anteil des Malaria-Erregers im Impfstoff wird verhindert, dass sich die Erreger in der Leber einnisten und als Parasiten in die Blutbahn zurückkehren.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Impfung vor einem schweren Krankheitsverlauf schützt, aber es ebenso wichtig ist, Moskitos zu vermeiden, die die Krankheit übertragen. Dennoch besteht in vielen afrikanischen Ländern großes Interesse an dem neuen Impfstoff.

Für landesweite Impfkampagnen müssen jedoch große Mengen des Impfstoffs hergestellt und verteilt werden. Die internationale Impfallianz Gavi entscheidet, in welchen Ländern das Risiko für Kinder, an Malaria zu erkranken oder gar zu sterben, am größten ist. So hat Kamerun bereits im Januar eine landesweite Impfkampagne gestartet, weitere Länder wie Burkina Faso, Liberia, Niger und Sierra Leone sollen folgen.

Allerdings wird die Verteilung von Impfstoffen durch Krisen und kriegerische Auseinandersetzungen erschwert, insbesondere in Nigeria, Burkina Faso, Mali und der Demokratischen Republik Kongo.

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Es bleibt abzuwarten, wann der Impfstoff R21/Matrix-M endlich seine Zulassung erhält und für breit angelegte Impfkampagnen eingesetzt werden kann, um Kinder in gefährdeten Regionen vor Malaria zu schützen.

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