» Ortsteil Marzahn

Marzahn ist ein Ortsteil in dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf und ist mit circa 20 Quadratkilometer der größte der 5 Ortsteile. Er liegt im Osten Berlins und grenzt nord-östlich an das Bundesland Brandenburg, westlich an Lichtenberg, südlich an den Ortsteil Biesdorf und östlich an Hellersdorf.

Der Ortsteil Marzahn hat circa 110.000 Einwohner und ein Durchschnittsalter von 40 Jahren. Die verwendeten Postleitzahlen sind 12679, 12681, 12685, 12687 und 12689. Aus dem Norden kommend, verläuft die Märkische Allee senkrecht durch Marzahn.

» So sieht es im Ortsteil Marzahn aus

» Wohngebiete:

Der Ortsteil Marzahn besteht genau wie Hellersdorf hauptsächlich aus Plattenbauten. In der sogenannten „Platte“ zu wohnen ist heutzutage jedoch kein Armutszeugnis mehr. Die meisten Gebäude und Einrichtungen wurden renoviert, modernisiert und aufgewertet.

» Anbindung:

Die Anbindung an andere Stadtteile Berlins ist ein entschiedener Faktor für Anwohner und Unternehmen im Ortsteil. Trotz der sehr am Rand von Berlin befindlichen Lage gibt es viele Möglichkeiten andere Stadtteile oder das Umland zu erreichen. Die gut ausgebaute Infrastruktur im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel ermöglicht es ganz Berlin und Umland problemlos zu besuchen.

Straßenbahn - MarzahnDie Tram (Straßenbahn) Linien M6, M8, M17, 16, 18, 27, 36 führen durch Marzahn. Im Osten des Ortsteils befindet sich der „BVG Betriebshof Marzahn“ für alle der vorher genannten Straßenbahn Linien.

Bus - MarzahnDie Buslinien X54, X69, 154, 191, 192, 194, 195, 197, 291, 390, 901, N91 und N97 führen durch den Ortsteil Marzahn und verbinden alle wichtigen Knotenpunkte miteinander. In der Regel fahren alle Bus-Linien in einem 10 Minuten Takt. Lediglich die Nachtbusse beschränken sich auf einen 30 bis 60 Minuten Takt.

S-Bahn - MarzahnDie S-Bahnlinien S5, S7 und S75 führen durch den Ortsteil. Von der S5 befindet sich lediglich eine Station (Bahnhof Friedrichsfelde Ost) am südlichen Ende von Marzahn. Die S7 und S75 verlaufen parallel von S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost bis zum S-Bahnhof Springpfuhl. An diesem Punkt trennen sich jedoch die beiden Linien und die S75 verlässt in westlicher Richtung den Ortsteil Marzahn. Die S7 führt östlich durch den Ortsteil und findet an der S-Bahn Station Ahrensfelde an der Grenze zwischen Berlin und Brandenburg ihr Ende.

» Natur:

Gärten der Welt - Erholungspark Marzahn

In Marzahn gibt es neben Hochhäuser und Plattenbauten auch eine menge Natur. Im Osten des Bezirks befindet sich der Erholungspark Marzahn oder auch die Gärten der Welt. Der Park gibt seinen Besuchern das Gefühl die ganze Welt an einem Nachmittag zu bereisen. Eine Eintrittskarte kostet zwischen 1,50 € und 5,00 € (Stand 05/2016). Zu den drei größten Gärten gehören der Chinesische, Orientalische und der Koreanische Garten. Derzeit wird das Gelände für die IGA 2017 umgebaut und erweitert.

Die Wuhle in Marzahn

Im Norden von Marzahn hat die Neue Wuhle ihre Quelle am ehemaligen Klärwerk Falkenberg. Von hier aus fließt das Gewässer durch den Seelgrabenpark, den Park am Weidengrund und dem Eichepark. Am Fuß der Ahrensfelder Berge treffen die Neue Wuhle und die Wuhle erstmals aufeinander und fließen ab sofort parallel zueinander weiter. In 2 Kilometer Entfernung treffen die beiden kleinen Flüsse auf den Kienberg. Nachdem die Neue Wuhle den Wuhleteich durchflossen hat fließen beide kurz hinter dem Ortsteil Marzahn zusammen.

Springpfuhlpark - See Springpfuhl - Marzahn

Heinz-Graffunder-Park - Parkanlagen - Marzahn

Park Akazienwäldchen - Der Weg durch den Park-Wald - Marzahn

Wiesenpark unter bewölkten Himmel - Marzahn

Neben den Kostenpflichten „Gärten der Welt“ in Marzahn gibt es auch eine Vielzahl von kostenlosen Parkanlagen verteilt über den gesamten Ortsteil. in der Nähe der S-Bahn Station Springpfuhl liegen 3 Parks mit den Namen Springpfuhlpark, Park Akazienwäldchen und Heinz-Graffunder-Park unmittelbar aneinander und bilden zusammen ein wunderschönes Biotop. Der Kontrast zwischen „Stadt“ und „Natur“ ist hier besonders extrem und wird vor allem bei dem ersten der vier Bilder deutlich.

In der Nähe der Ahrensfelder Bergen gibt es um die Wuhle herum weitere Parkanlagen die für jeden frei zugänglich sind. Ähnlich wie am Springpfuhlpark ist auch hier der Kontrast zwischen „Stadt“ und „Natur“ extrem hoch. Der Eichepark, Park am Weidengrund und der Seelgrabenpark bilden zusammen ein riesiges natürliches und ökologisch wertvolles Gebiet in dem viele Tiere ein „zu Hause“ gefunden haben.

» Sehenswertes in Marzahn

Auch wenn Marzahn vorwiegend als Plattenbausiedlung bekannt geworden ist, gibt es hier durchaus auch sehenswerte Einrichtungen bei denen sich ein Besuch auf jeden Fall lohnen kann.

» Museen in Marzahn

Das Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf besteht aus der ehemaligen Dorfschule und der ehemalige Heinz-Lüdecke-Bibliothek und liegt an der Straße Alt-Marzahn 51 und 55. Geöffnet hat das Museum von Montags bis Freitags ab 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Der Eintritt ist laut „Berlin.de“ kostenfrei. In dem Museum finden sich Dokumente, Berichte und Ausstellungsstücke von vor über 11.000 Jahren bis hin zur heutigen Großsiedlungen Marzahn-Hellersdorf. Für mehr Informationen besuchen sie die offizielle Webseite des Museums.

» Die Mühle in Marzahn

Die Mühle - Bockwindmühle Marzahn - MarzahnDie Bockwindmühle in Marzahn befindet sich an der Kreuzung zwischen Landsberger Allee und Allee der Kosmonauten. Die am 12. Mai 1994 bei dem Mühlenfest eingeweihte Bockwindmühle besitzt eine Flügeldurchmesser von knapp über 20 Meter und ein Gesamtgewicht von etwa 45 Tonnen. In dem bereits über 20 Jahre langen bestehen musste die Mühle bereits einige Naturgewalten einstecken. Im Juli 2006 beschädigte beispielsweise ein Tornado einen der vier Flügel der Mühle und verursachte einen Schaden von 49.000,00 Euro. Für weitere Informationen können sie die offizielle Webseite der Bockwindmühle besuchen.

» Kirchen im Ortsteil

katholische Kirche „Von der Verklärung des Herrn“ - Marzahn

Die Katholische Kirche „Von der Verklärung des Herrn“ liegt etwa 450 Meter Luftlinie von dem EASTGATE Berlin entfernt an der Landsberger Allee. Erbaut wurde das Gebäude zwischen 1984 und 1987 im Stil der Moderne. Die Kirche besitzt 3 Glocken mit den Schlagtönen g1, b1 und c1. Für weitere Informationen können sie die offizielle Webseite der katholischen Kirche besuchen. Auf der Homepage finden sich aktuelle Informationen, Kontaktinformationen, ein Forum und vieles mehr.

Dorfkirche Alt-Marzahn

Die evangelische Dorfkirche Marzahn ist etwa 25 Meter lang und 11 Meter breit. Das Gebäude ist ein Nachfolger der im 13. Jahrhundert erbauten Feldsteinkirche. Der Aufbau der Dorfkirche Marzahn hat etwa 2 Jahre von 1869 bis 1871 benötigt. Bereits wenige Jahre später wurde die gegenüber befindliche Feldsteinkirche wegen Baufälligkeit abgerissen. In den letzten Jahrzehnten wurde die Dorfkirche mehrfach renoviert um Kriegs- und Witterungsschäden zu beseitigen. Heute finden in der Kirche regelmäßig Gottesdienste und einige Konzerte statt.

» Skywalk Marzahn

Der „degewo-Skywalk Marzahner Promenade“ in dem Hochhaus an der Raoul-Wallenberg-Straße 40/42 bietet Besucherinnen und Besucher eine tolle Aussicht über die Berliner Skyline. Interessierte können sich am degewo-Kundenzentrum für eine Führung über den Skywalk anmelden. Termine sollten jedoch frühestmöglich angemeldet werden, da der Skywalk meist in den Sommermonaten ausgebucht ist. Weitere Informationen finden sie auf der offiziellen Homepage von „degewo“.

» Die Marzahner Geschichte

Das ehemalige Dorf Marzahn wurde wie die anderen Ortsteile in Marzahn-Hellersdorf irgendwann zwischen den Jahr 1200 und dem Jahr 1300 mit dem Namen „Morczane“ gegründet. Aus dieser Zeitperiode stammt auch die ursprüngliche Dorfkirche des Ortsteils.

Im Dreißigjährigen Krieg um 1650 hat das Dorf einigen Schaden genommen und wurde nur noch von wenigen Menschen bewohnt. Keine Bauern und lediglich 5 vereinzelt stehende Häuser gab es zu diesem Zeitpunkt noch im Ort.

Im Jahre 1815 wird die erste von vielen folgenden Bockwindmühle erbaut und in betrieb genommen. Die Heute an diesem Ort befindliche Bockwindmühle wurde am 12. Mai 1994 bei einem Mühlenfest eingeweiht.

Ein Jahr früher als Kaulsdorf und Mahlsdorf erhielt Marzahn einen Wasser- und Gasanschluss. Ein Stromanschluss kam jedoch erst 1920 dazu parallel zur Eingliederung in den Berliner Ortsteil Lichtenberg.

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