Laut Bundesbank-Bericht leiden die Deutschen unter erheblichen Reallohnkürzungen

Laut Bundesbank-Bericht leiden die Deutschen unter erheblichen Reallohnkürzungen

Menschen mit Einkaufstüten gehen in der Nähe eines Einkaufszentrums inmitten der Pandemie der Coronavirus-Krankheit (COVID-19) in Berlin, Deutschland, 21. Dezember 2021. REUTERS/Annegret Hilse/Dateifoto

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FRANKFURT, 23. Mai (Reuters) – Deutsche Arbeitnehmer sind mit einem starken Rückgang ihrer Kaufkraft konfrontiert, da bescheidene Lohnerhöhungen nicht mit der Rekordinflation Schritt halten können, sagte die Zentralbank des Landes in einem Bericht vom Montag.

Auch die Bundesbank sagte in ihrem Monatsbericht, dass anstehende Tarifverhandlungen bei anhaltend hoher Inflation und Arbeitskräftemangel unsichere Konjunkturaussichten mit Sorgen um Arbeitsplatzverluste abwägen müssen.

Er sagte, dass die Wirtschaft in diesem Quartal noch leicht wachsen werde, warnte jedoch vor Gegenwind durch die steigenden Lebenshaltungskosten und die Folgen der russischen Invasion in der Ukraine.

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Die Grundvergütung stieg im ersten Quartal des Jahres nur um 1,6 %, nachdem pandemiebedingte Prämien gestrichen wurden, und selbst neue Verträge wurden nur moderat erhöht. Die Inflation lag im April bei 7,4 %, die Bundesbank sieht sie auf Jahressicht bei rund 7 %.

„Aktuell ist die Tariflohnentwicklung noch von den Altverträgen beeinflusst, die in einem Umfeld niedriger Inflationsraten und pandemiebedingter Schäden geschlossen wurden“, teilte die Bundesbank mit.

„Zu beachten ist, dass die Verteuerung weitgehend importierter fossiler Brennstoffe die Möglichkeiten zur internen Umverteilung verringert“, fügte die Bundesbank hinzu.

Die Zentralbank fügte hinzu, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal des Jahres dank einer Lockerung der pandemiebedingten Beschränkungen voraussichtlich weiter leicht steigen werde, was den Konsum ankurbeln sollte.

Berichterstattung von Francesco Canepa; Redaktion von Hugh Lawson

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