» Der Kienberg in Berlin Marzahn

Der Kienberg ist eine 102 Meter hohe Erhöhung im Ortsteil Marzahn. Er befindet sich im Straßendreieck zwischen Hellersdorfer Straße, Eisenacher Straße, Blumberger Damm und Cecilienstraße. Östlich führen sowohl die Wuhle, als auch die Neue Wuhle parallel an dem Berg vorbei.

Informationen

» Wie entstand der Kienberg?

Kienberg - Hellersdorfer BergUrsprünglich entstand der Kienberg in der Eiszeit. Durch die damals riesigen Gletscher in dem Gebiet wurden mehrere Hügel und Berge geschaffen. Einer dieser Hügel war der Kienberg. Im 19. Jahrhundert hatte der Hügel jedoch nicht einmal ansatzweise seine heutige Größe. Mit gerade mal knapp über 50 Meter hat er sich kaum von der Landschaft abgehoben. In der Nachkriegszeit zwischen den Jahren 1945 und 1985 verdoppelte sich die Größe des Berges. In gerade mal 40 Jahren hat der Kienberg seine Höhe von knapp 50 meter auf über 100 Meter mehr als verdoppelt. Der Grund für diesen Anstieg ist jedoch der Mensch. In diesem Gebiet wurden mehrere Tonnen Kriegstrümmer, Bauschutt oder einfach nur Müll abgeladen. Als Anfang der 1980er Jahre mehrere Menschen in der unmittelbaren Umgebung des Berges niederließen, konnte der Berg nicht in diesem Zustand bleiben. Demzufolge lieferten dutzende Lastwagen mehrere Tonnen Erde um die Abfälle darunter zu begraben. Ab 1985 wurde der Kienberg in mehreren ehrenamtlichen Bepflanzungsaktionen zu einem grünen Ort. Heute befindet sich auf dem Kienberg ein dichter und sehr natürlich wirkender Wald.

» So erreiche ich den Kienberg

Am leichtesten lässt sich der Kienberg mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen. Da der Berg keine direkte Straßenanbindung besitzt muss man sich in jeden Fall auf einen kurzen Fußmarsch einstellen. Zum Hügel führen 4 Wege aus allen Himmelsrichtungen. Jeweils einer aus Norden, Süden, Osten und Westen. Aufgrund der IGA ist das Betreten der Berges derzeit nicht möglich. Sobald die IGA vom 13. April bis 15. Oktober 2017 ihre Tore öffnet, kann man nach der Zahlung eines Eintrittspreises den Berg wieder besuchen. Nachdem die IGA vorbei ist, soll das gesamte Keinberg-Gelände wieder der Öffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

» Der Weg auf die Spitze

Auf die Spitze der Berges führen drei Wege. Der ersten beiden führen direkt zur Spitze und der dritte schlängelt sich langsam den Berg hoch.

  • Weg 1: Der erste Weg führt östlich des Berges direkt von unten bis an die Spitze. An dieser Stelle wurde eine natürliche Treppe aus Holz und Sand gebaut. Von Start bis Ziel legt man eine Strecke von 220 Meter zurück. Damit ist der Aufstieg von diesem Punkt sowohl der kürzeste, als auch der anstregendste Pfad.
  • Weg 2: Dieser Weg führt (ähnlich wie Weg 1) nördlich des Berges direkt von unten bis an die Spitze. Weg 2 ist nicht ganz so steil wie Weg 1, ist aber dafür 30 Meter länger. Auf diesem Pfad läuft man hauptsächlich über ein nicht befestigten Trampelpfad.
  • Weg 3: Der dritte Weg ist der einzige der drei Wege der nicht direkt zur Spitze führt. Mit einer Länge von ca. 1.200 Meter ist dieser auch bei weitem länger als Weg 1 und Weg 2. Aufgrund des geringen Anstieg und der befestigten Wege ist ein Aufstieg über diesen Weg am erholsamsten. Es ist sogar möglich mit Fahrrad oder Kinderwagen über diesen Pfad die Spitze zu erreichen.

» Die Aussicht

Auf dem Kienberg gibt es mehrere Aussichtsplattformen von denen man Marzahn-Hellersdorf und den Rest Berlins sehen kann. An einem schönen Tag kann man das Panorama Berlin’s überwältigend sein. In nördlicher Richtung ist der Ahrensfelder Berg gut durch die Baumkronen zu erkennen und in südlicher Richtung kann man, wenn man genau hinschaut, die Biesdorfer Höhe sehen. Das gesamte Wuhletal ist ein erholsamer, grüner Ort und das wird nirgendswo besser deutlich als auf dem Kienberg.

» Kleingartenanlage am Kienberg

Am Wuhleteich oder auch südlich vom Kienberg befindet sich eine Kleingartenanlage die seit 1983 besteht. Die Gesamtfläche der Anlage beläuft sich auf über 130.000 m2 und ihr Haupteingang befindet sich in der Joachim-Ringelnatz-Str. 32-36. Für weite Informationen besuchen sie die Webseite der “Am Kienberg e.V.”

» Die IGA auf dem Kienberg

Seilbahn-Station zur Strecke richtung Kienberg - Hellersdorfer BergDie IGA 2017 (Internationale Gartenausstellung 2017) findet dieses Jahr in der Hauptstadt in Marzahn-Hellersdorf statt. Zu dem Verwaltungsgelände der IGA 2017 gehören die Gärten der Welt, der gesamte Kienberg und ein Teil des Jelena-Santic-Friedespark (bei Anwohnern auch Feuerwehr-Berg genant). Stattfinden wird die Gartenschau vom 13. April bis 15. Oktober 2017. In diesem Zeitraum ist es nicht möglich den Kienberg kostenfrei zu betreten. Derzeit wird für die Ausstellung eine Seilbahn installiert die Besuche von dem U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße bis auf die Spitze des Kienbergs bringen sollen. Eine Tageskarte (die Berechtigt mit der Seilbahn zu fahren) soll kostet 20,00€ und eine Dauerkarte für den gesamten Zeitraum kostet 90,00€.

Das Event wird den Kienberg und seine Umgebung dauerhaft prägen. Ob diese “positiv” oder “negativ” ausfallen werden wird die Zukunft zeigen. Bei Anwohnern ist das gesamte Projekt höchst umstritten und wird sogar verzögert oder auch manipuliert. Beispielsweise wurden Baugeräte angezündet, Materialien geklaut oder andere Straftaten durchgeführt.

» Tiere auf und um den Kienberg?

Im gesamten Wuhletal haben viele Tiere ein natürliches zu Hause gefunden. In den Wäldern um und auf dem Kienberg lebten Rehe, Hasen, Fuchse, Wildschweine und viele weitere verschiedene Arten. Diese Wesen mussten sich nun jedoch zum Teil ein neues zu Hause suchen. Aufgrund der IGA 2017 wurden Zäune aufgestellt die das passieren des Gebietes für größere Lebewesen unmöglich macht. Den Tieren wurde mit dem Kienberg ein riesiges Waldgebiet gestohlen.

Bilder

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Der Wuhleteich und Kienberg an der Wuhle

Kienberg - Der Wuhleteich an der Wuhle

Kienberg - Der Wuhleteich an der Wuhle

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