Volker Waldmann, right, and Jim Fitton, center, are handcuffed as they walk to a courtroom in Baghdad, Iraq, Sunday, May 22, 2022. Waldmann and Fitton, accused of smuggling ancient shards out of Iraq, appeared in a Baghdad court Sunday, telling judges they had not acted with criminal intent and had no idea they might have broken local laws. (AP Photo/Hadi Mizban)

Irakisches Gericht verschiebt Schmuggelverfahren gegen Brite und Deutsche

BAGDAD (AP) – Ein irakisches Gericht hat am Sonntag den Prozess gegen zwei europäische Touristen verschoben, die des Antiquitätenschmuggels beschuldigt wurden, nachdem ihre Anwälte argumentiert hatten, dass mehr Informationen über in ihrem Besitz gefundene antike Fragmente benötigt würden.

Das Verteidigungsteam des deutschen Staatsangehörigen Volker Waldmann reichte vor Gericht einen Antrag ein, in dem es hieß, es gebe nicht genügend Informationen über den Wert der Münzen, die irakische Beamte bei ihm gefunden hätten. Er wurde zusammen mit Jim Fitton, 66, einem pensionierten britischen Geologen, angeklagt.

Das Strafgericht Bagdad vertagte den Fall auf den 6. Juni.

Furat Kubba, Waldmans Verteidiger, sagte, er habe den Antrag teilweise initiiert, um mehr Informationen über die historische Bedeutung der im Besitz seines Mandanten gefundenen Exponate zu erhalten.

Ein technisches Team der Regierung kam zu dem Schluss, dass die Gegenstände – 10 Stücke, die in Fittons Besitz und zwei in Waldmans Besitz gefunden wurden – als archäologische Stücke klassifiziert werden könnten, da sie mehr als 200 Jahre alt sind. Die Scherben, einige so klein wie ein Fingernagel, wurden in Eridu, einer alten mesopotamischen Stadt im Südirak, geborgen.

Waldmans Verteidigungsteam sagte, der deutsche Tourist habe die Teile für Fitton getragen, sie aber nicht von der Baustelle abgeholt. Beide Männer werden nach den Antiquitätengesetzen des Landes des Schmuggels angeklagt und könnten möglicherweise mit der Todesstrafe rechnen. Beamte sagten jedoch, dass dies nur eine entfernte Möglichkeit sei.

Kubba sagte, sie würden versuchen, Waldman und Fitton getrennt vor Gericht zu stellen. Die beiden sagten, sie seien sich des irakischen Gesetzes zum Schmuggel von Antiquitäten nicht bewusst oder dass es Strafen für das Abholen oder den Versuch, das Land mit den Gegenständen zu verlassen, geben würde.

Siehe auch  Keine Hilfe für Afghanistan, wenn Taliban die Kontrolle übernehmen, warnt Deutschland

Fitton und Waldman wurden am 20. März am Bagdad International Airport festgenommen, als die Flughafensicherheit die Gegenstände in ihrem Gepäck entdeckte. Sie waren Teil einer Touristenexpedition durch die antiken Stätten des Landes gewesen. Ihr Fall hat zu einer Zeit, in der der Irak hofft, seinen aufstrebenden Tourismussektor anzukurbeln, internationale Aufmerksamkeit erregt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.