Inflation in Deutschland erreicht höchsten Stand seit fast 30 Jahren

Inflation in Deutschland erreicht höchsten Stand seit fast 30 Jahren

1 / 1
Inflation in Deutschland erreicht höchsten Stand seit fast 30 Jahren

„Die Inflationsrate ist zum sechsten Mal in Folge gestiegen und hat im November den bisher höchsten Stand des Jahres 2021 erreicht“, sagte Destatis-Präsident Georg Thiel.

Die Preisentwicklung in den letzten Monaten sei von „Basiseffekten aufgrund niedriger Preise im Jahr 2020“ getrieben worden, stellte Destatis fest.

Die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer (MwSt.) und die stark gefallenen Preise für Mineralölprodukte im vergangenen Jahr hätten „auf die Gesamtinflationsrate nach oben gewirkt“.

Die Energiepreise in Deutschland stiegen im November um 22,1 % gegenüber dem Vorjahr.

„Der Anstieg der Energiepreise ist den fünften Monat in Folge gestiegen“, stellte Destatis fest.

Die Heizölpreise sind am stärksten gestiegen und haben sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, während die Kraftstoffpreise um 43,2 Prozent gestiegen sind.

Die Einführung der CO2-Bepreisung im Verkehrs- und Wohnungssektor Anfang des Jahres mit einer Gebühr von 25 Euro pro ausgestoßener Tonne Kohlendioxid hat laut Destatis die Inflation in Deutschland weiter angeheizt.

Die Warenpreise in Deutschland sind laut Destatis im November mit 7,9 % überdurchschnittlich gestiegen. Die Nettomieten, „wichtig, weil sie einen großen Anteil an den Konsumausgaben der privaten Haushalte ausmachen“, stiegen nur um 1,4 Prozent und wirkten sich dämpfend auf die Gesamtinflation aus.

Der Sachverständigenrat der Deutschen Wirtschaft (GDW), ein offizielles Beratungsgremium der Bundesregierung, stellte in seinem Jahresbericht fest, dass „die stark gestiegene weltweite Nachfrage zu hohen Rohstoff- und Energiepreisen sowie Versorgungsengpässen geführt hat“.

Für das Gesamtjahr 2021 erwartet der GCEE eine Inflationsrate von 3,1% und für 2022 von 2,6%.

„Länger andauernde Lieferengpässe, höhere Lohnabschlüsse und steigende Energiepreise bergen das Risiko, dass temporäre preistreibende Faktoren zu immer höheren Inflationsraten führen. „

Siehe auch  Der EU-Wiederaufbaufonds könnte der Ukraine zugewiesen werden, sagt der deutsche Finanzminister

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.