Griechenland erhält EU-Hilfe für die sommerliche Waldbrandsaison

Griechenland erhält EU-Hilfe für die sommerliche Waldbrandsaison

ATHEN, Griechenland (AP) – Griechenland erhält europäische Hilfe für die Waldbrandsaison im Sommer, wobei die erste Gruppe von Feuerwehrleuten in Athen eintrifft.

Die 28 rumänischen Feuerwehrleute wurden am Samstag vom Minister für Klimakrise und Katastrophenschutz Christos Stylianides und der Geschäftsführung der griechischen Feuerwehrleute begrüßt. Insgesamt werden schließlich mehr als 200 Feuerwehrleute aus sechs europäischen Ländern nach Griechenland entsandt.

„Rumänien freut sich, dem Vorpositionierungsprogramm mit einer spezialisierten Feuerwehr beizutreten“, sagte der rumänische Teamleiter Oberst Alexandru-Adrian Csilik. „Wir haben hier in Griechenland bereits Erfahrungen gesammelt.“

Rumänen halfen Griechenland zusammen mit anderen Ländern, darunter Russland und die Türkei, im August 2021 bei der Bekämpfung weit verbreiteter Waldbrände, die im ganzen Land ausbrachen und den nördlichen Teil von Euböa, der zweitgrößten Insel Griechenlands, sowie die südliche Halbinsel Peloponnes verwüsteten.

In diesem Jahr hat die EU ein „Vorpositionierungs-Pilotprojekt“ ins Leben gerufen, das zu einem dauerhaften Kooperationsprogramm auf europäischer Ebene führen soll.

„Wir intensivieren die Vorbereitung auf die #Waldbrandsaison in Europa. Ab heute werden +200 (Feuerwehrleute) aus ganz Europa strategisch in Griechenland positioniert sein, um sich schnell den nationalen Streitkräften anzuschließen, bevor (die Brände) außer Kontrolle geraten“, twitterte Janez Lenarcic, Nachfolger von Stylianides als EU-Kommissar für Krisenmanagement.

Rumänische Feuerwehrleute, die fünf Feuerwehrautos mitgebracht haben, werden bis zum 31. Juli in der Region Attika, zu der auch die Hauptstadt Athen gehört, im Einsatz sein.

Diejenigen, die am Freitag angekommen sind, werden am 15. Juli von einer gleichen Anzahl rumänischer Feuerwehrleute abgelöst. An ihre Stelle tritt im August ein französisches Kontingent von 25 Mann.

Ein Team von 16 bulgarischen Feuerwehrleuten mit vier Feuerwehrautos traf am Freitag ebenfalls in der zentralgriechischen Stadt Larissa ein und wurde von den örtlichen Behörden und Feuerwehrleuten begrüßt. Die Bulgaren bleiben den ganzen Juli in der Gegend.

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Am 15. Juli nehmen 16 deutsche Feuerwehrleute ihren Einsatz auf dem Peloponnes auf; sie werden Anfang August durch 14 norwegische und 24 finnische Feuerwehrleute ersetzt, die Mitte August einmal durch eine gleiche Anzahl ihrer Landsleute abgelöst werden.

Waldbrände sind in Griechenland weit verbreitet, unterstützt durch heißes, trockenes Wetter und häufige starke Winde. Der Klimawandel bedeutet auch, dass die Waldbrandsaison auch länger wird.

Die griechischen Behörden sagen, dass die steigenden Treibstoffkosten zu den Herausforderungen für die Feuerwehr beigetragen haben, die sich stark auf wasserabweisende Flugzeuge verlässt, um die Flammen in dem bergigen Land zu bekämpfen.

Griechenland wird dieses Jahr mit der Verwendung von feuerhemmenden Chemikalien in Wassertropfen beginnen und Brände auch taktisch einsetzen, um größere Brände zu bekämpfen.

Vier der sechs Leiter ausländischer Kontingente nahmen am Donnerstag an einer Live-Brandbekämpfungsübung westlich von Athen teil. Die Leiter der deutschen und norwegischen Teams verfolgten die Übung online.

Eine Studie eines internationalen Konsortiums von Forschungsinstituten zeigt, dass sich die Verlängerung der Waldbrandsaison und die Intensität der Brände auch negativ auf die Bemühungen zur Begrenzung der Kohlendioxidemissionen auswirken werden, da die Wälder, die normalerweise effiziente Kohlenstoffsenken sind, zurückgehen. Die Studie legt sogar nahe, dass die Intensität von Waldbränden die derzeitigen Feuerbekämpfungskapazitäten allmählich übersteigen könnte.

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Lefteris Pitarakis hat zu diesem Bericht beigetragen.

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