Ex-Deutschlandchef Schröder zum Direktor von Gazprom ernannt

Ex-Deutschlandchef Schröder zum Direktor von Gazprom ernannt

Russlands staatliches Gasunternehmen Gazprom sagte am Freitag, dass der frühere deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder für seinen Vorstand nominiert worden sei, ein Schritt, der erfolgt, da der ehemalige Führer kritisiert wurde, weil er die Ukraine beschuldigt hatte, während ihres Zusammenstoßes mit Russland „abzuwichsen“.

Schröder, der Deutschland von 1998 bis 2005 regierte, entwickelte während seiner Kanzlerschaft eine enge Beziehung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der 77-Jährige ist bereits Vorsitzender des Aktionärsausschusses der Nord Stream AG und leitet den Vorstand von Nord Stream 2, einer neuen Pipeline, die von den USA, der Ukraine und einigen anderen deutschen Verbündeten bekämpft wird und die gebaut wurde, um russisches Gas nach Deutschland zu bringen Ostsee, ist aber noch nicht in Betrieb.

Gazprom hat Schroeder unter 11 Kandidaten für seinen Verwaltungsrat aufgeführt, über den auf seiner Jahreshauptversammlung am 30. Juni in St. Petersburg abgestimmt werden soll.

Schröders Beteiligung an der Pipeline und seine unerschütterliche Verteidigung Russlands haben in Deutschland lange gemischte Kritik hervorgerufen, sogar in seiner eigenen Mitte-Links-SPD, die die neue Koalitionsregierung von Bundeskanzler Olaf Scholz führt. Unter Scholz drängt Deutschland auf diplomatische Lösungen für die aktuelle Krise, hat sich aber geweigert, Waffen in die Ukraine zu schicken, was einige Verbündete verärgert.

In einem Podcast sagte Schröder letzte Woche, er glaube nicht, dass die russische Führung irgendein Interesse an einer militärischen Intervention in der Ukraine habe.

„Ich hoffe sehr, dass sie endlich das Säbelrasseln in der Ukraine stoppen, denn was ich dort höre, auch in Form von Fingerzeigen auf Deutschland wegen der begründeten Weigerung, Waffen zu schicken, ist manchmal der Kuchen“, sagte Schröder.

Siehe auch  Daniil Medvedev besiegelt Russlands Sieg über Deutschland im Davis-Cup-Halbfinale

Am Mittwoch wurde der neue Bundeskanzler in einem Interview im ZDF gefragt, ob er auf Schröders Rat höre.

„Ich habe ihn nicht um Rat gefragt und er hat mir auch keinen gegeben“, sagte Scholz. Auf die Botschaft des Ex-Kanzlers angesprochen, antwortete er: „Wenn ich die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland richtig verstehe, gibt es nur einen Bundeskanzler. Und ich bin es.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert