Enge deutsche Wahl;  Merkels Block sieht das bisher schlechteste Ergebnis |  Nachrichten, Sport, Jobs

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BERLIN (dpa) – Deutschlands Mitte-Links-Sozialdemokraten lieferten sich am Sonntag ein sehr enges Rennen mit dem Mitte-Rechts-Block der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel, die laut Hochrechnungen auf ihr schlechtestes Ergebnis bei den Parlamentswahlen des Landes zusteuerten.

Hochrangige Beamte beider Parteien hoffen, die nächste Regierung Deutschlands führen zu können und ihre Kandidaten die Nachfolge der seit 2005 an der Macht befindlichen Merkel zu sehen.

Die Hochrechnungen des Staatsfernsehens ARD auf Basis von Austrittsumfragen und früherer Auszählungen beziffern die Wählerstimmen auf 25,5% für die Sozialdemokraten, deren Kanzlerkandidat der scheidende Vizekanzler Olaf Scholz ist, und 24,5% für Merkels Unionsblock unter dem potentiellen Nachfolger Armin Laschet , Gouverneur von Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland.

Separate Vorführungen für das öffentlich-rechtliche ZDF hatten die Sozialdemokraten um 25,7 % auf 24,6 % vorn. Beide stellen die Grünen Umweltschützer mit rund 14 % Zustimmung auf Platz drei.

Diese Ergebnisse wären die schlimmsten für den Unionsblock im Nachkriegsdeutschland.

Das Wahlsystem produziert normalerweise Koalitionsregierungen, aber im Nachkriegsdeutschland hat nie eine Siegerpartei weniger als 31 % der Stimmen der Union im Jahr 1949 gewonnen.

Angesichts der Prognosen könnte die Bildung der nächsten Koalitionsregierung für Europas größte Volkswirtschaft ein langer und komplizierter Verhandlungsprozess sein. In Deutschland ist die Partei, die zuerst fertig wird, am besten aufgestellt, aber nicht garantiert, um den nächsten Kanzler zu stellen. Merkel bleibt Interims-Chefin, bis die Parteien eine neue Koalition gefunden haben und eine neue Regierung steht.

Die Prognosen vom Sonntag beziffern auch die Unterstützung für die wirtschaftsfreundlichen Freien Demokraten auf rund 12% und die Linkspartei auf 5%. Die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland – mit der keine andere Partei zusammenarbeiten möchte – hat rund 11 % der Stimmen erreicht, gegenüber 12,6 % im Jahr 2017, als sie gewählt wurde.

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