» Die Wuhle

Die Wuhle ist ein 16,5 Kilometer langer Fluss in Berlin und Brandenburg. Außerhalb der Stadtgrenze findet sich die Quelle auf der Grundmoränenhochfläche des Barnim bei Ahrensfelde.

Informationen

» Verlauf der Wuhle

» Quellgebiet der Wuhle

Da sich die Wuhle in 2 Bereiche aufteilt, werden diese auch einzeln beschrieben. Als erstes wird die eigentliche “Wuhle” beschrieben, die aus einer natürliche Quelle in Brandenburg entspringt. Danach wird die “Neue Wuhle” beschrieben, die ihre Quelle an einem ehemaligen Klärwerk in Falkenberg besitzt.

Die Wuhle hat ihre Quelle in Ahrensfelde und wird durch Grundwasser und seit der Ansiedlung von Menschen durch Regenentwässerung gespeißt. Zusätzliches Wasser erhält die Wuhle aus dem Wuhlegraben, der in der Nähe der Bergstraße an der Grenze zu Brandenburg mit der Wuhle zusammenfließt. Bereits 1.300 Meter nach der Quelle erreicht der kleine Fluss das Grenzgebiet von Berlin und Brandenburg an der sich Wuhle und Neue Wuhle treffen.

Die Neue Wuhle hat ihrem Ursprung an einem 2003 wegen mangelnder Klärwirkung stillgelegten Klärwerks in Berlin Marzahn. Seit der Außerbetriebnahme wird die Neue Wuhle lediglich über die Regenentwässerung und ein Teil über das Grundwasser der Region aufrechterhalten. Zusätzlich gespeist wird die Neue Wuhle noch von dem Südlichen Seelgraben, der bereits wenige hundert Meter nach der Quelle mit der Neuen Wuhle fusioniert.

» Das erste Treffen von Wuhle und Neue Wuhle

Etwa 1,4 Kilometer nachdem die Wuhle die Stadtgrenze zu Berlin erreicht hat, trifft sie erstmals auf die Neue Wuhle die zu diesen Punkt bereits eine Strecke von etwa 4,1 Kilometer hinter sich gelassen hat. An diesem fließen die beiden einzelnen Flüsse jedoch noch nicht zusammen, sondern verlaufen auf einer Strecke von 1 Kilometer parallel zueinander. Kurz vor der Landsberger Allee überquert Die Wuhle über eine Wasserbrücke die Neue Wuhle. Ab diesen Punkt verlässt die Wuhle das Grenzgebiet von Berlin-Brandenburg und befinden sich nun in Marzahn-Hellersdorf.

» Der weitere Verlauf bis zur Fusion von Wuhle und Neue Wuhle

Kienberg und WuhleNachdem die weiterhin parallel verlaufenden Flüsse endgültig in Berlin Marzahn-Hellersdorf angekommen sind, fließen diese gemeinsam am Betriebshof Marzahn, den Wiesenpark, den Gärten der Welt und dem Kienberg vorbei. Kurz nach dem Kienberg fließt die Neue Wuhle zusammen mit dem Biesdorf-Marzahner Grenzgraben in den 180 Meter langen und 130 Meter breiten Wuhleteich. An der nördlichen Seite des Wuhleteichs fließt die Wuhle weiter durch den Rohrbruchpark und fusioniert weniger Meter weiter in der Nähe von der Cecilienstraße mit der Neuen Wuhle und wird ab diesen Punkt nur noch Wuhle genannt.

» Zwischen Cecilienstraße und Altentreptower Straße

Auf dem Weg von der Cecilienstraße bis zur Altentreptower Straße fließt die Wuhle durch einen grünen Pfad, auf den man fast vergessen kann, das man sich in einer Stadt befindet. Zwischen den beiden Straßen liegen etwa 1200 Meter, für die man zu Fuß etwa 15 Minuten benötigt. Auf der westlichen Seite (Biesdorf) befindet sich ein dichtes Waldgebiet mit sumpfigen Untergrund und auf östlichen Seite (Hellersdorf) finden sich viele Seen, zwei Sportfelder und ein kleines Waldgebiet.

» Zwischen U-Bahnhof Wuhletal und der B1

Auf der 1000 Meter langen Strecke zwischen U-Bahnhof Wuhletal und der B1 befinden sich auf der östlichen Seite (Kaulsdorf) der Wuhle der Friedhof Kaulsdorf, mehrere freie Felder und ein paar Grünanlagen. Auf der westlichen Seite (Biesdorf) befindet sich der Friedhof Biesdorf, die Biesdorfer Höhe und ein großes freies Feld. Aufgrund des dichten Waldes auf der Biesdorfer Höhe ist die Luft in dem Gebiet besonders frisch und natürlich.

» Zwischen B1 und der Wuhlsblase

Auf dem etwa 1.800 Meter langen Part zwischen der B1 und der Wuhleblase verläuft der Fluss sehr kurvenreich durch eine Ein- und Zweifamilienhaussiedlung, bei der die Natur dennoch nicht zu kurz kommt. Hier finden sich weniger Bäume im Vergleich zu den vorherigen Abschnitten der Wuhle. Es führen vereinzelt Brücken mit kleineren Straßen über den Fluss, jedoch wird der Wanderweg nicht unbedingt unterbrochen und ein störfreies Passieren ist durchaus möglich. Wenn man in östlicher Richtung den Pfad verlässt, kann man die Kauldorfer Seen in kurzer Zeit erreichen. Am Ende des Abschnitts befindet sich ein kleiner See namens „Wuhleblase“ in denen einige verschiedene Fischarten leben.

» Die Wuhleblase und der Wuhlesee

Zwischen den beiden Seen liegen weniger als 900 Meter. Die Wuhleblase, der kleinere der beiden Seen, ist etwa 120 Meter lang und 45 Meter breit. Der Wuhlesee, der größte „durchgeflossene See“ der Wuhle, ist 500 Meter lang und 75 Meter breit. Die Strecke zwischen den beiden Seen ist hauptsächlich durch Ein- und Zweifamilienhäuser geprägt. Der Wanderweg verliert dadurch jedoch nicht seinen einzigartigen und natürlich Charakter. Der Wasserstand reguliert sich seit der Installation der Schleusen und Stilllegung des Klärweks in Falkenberg hauptsächlich über das Grundwasser und Niederschläge.

» Zwischen Wuhlesee und Eichwaldgraben

Der etwa 800 Meter lange Part zwischen Wuhlesee und Eichwaldgraben ist wie die vorigen Abschnitte besonders durch Ein- und Zweifamilienhäuser geprägt. Auf dieser Strecke führen zwei Fußgängerbrücken über den Fluss. Der Eichwaldgraben verläuft von den Kaulsdorfer Seen aus durch ganz Kaulsdorf, bis er nach insgesamt 3 Kilometer in die Wuhle mündet.

» Der letzte Part: Von Eichwaldgraben bis zur Spree

Für die letzten 3 Kilometer von Eichenwaldgraben bis zur Mündung in die Spree verlassen wir Marzahn-Hellersdorf und betreten den Stadtteil Köpenick. Dieser Bereich wandelt sich ein wenig im Vergleich zu den vorigen Abschnitten. Hier sehen wir weniger Ein- und Zweifamilienhäuser und eher Mehrfamilienhäuser mit mehr als 5 Stockwerken. Das Stadtbild wird etwas deutlicher, was sich auch in der Anzahl der Brücken widerspiegelt. In diesem Abschnitt verlaufen 3 Fußgängerbrücken, 2 normale Straßen, 1 S-Bahnschiene der S3 und eine zweispurige Hauptstraße über die Wuhle. Das Gewässer ist inzwischen auch deutlich breiter geworden und ähnelt schon eher einen Fluss.

» Durchgeführte Renaturierungsmaßnahmen

Die Wuhle hat bereits mehrere Renaturierungsmaßnahmen durchlebt. Die größte und zeitaufwändigste Maßnahme erfolgte jedoch von 2003 bis 2008. Alleine die Planungsphase hat circa 3 Jahre in Anspruch genommen. Hintergrund war die Schließung des Klärweks in Falkenberg. Die Kläranlage konnte den Mindestanforderungen für die Qualität des abgelassenen Wassers nicht mehr gerecht werden.

» Auf diese Bereiche hat sich die Renaturierung fokussiert

Die Renaturierung wurde im Bereich zwischen B1 und dem ehemaligen Klärwerk in Falkenberg durchgeführt. Dazu gehört eine Strecke von etwa 11 Kilometer.

» Folgende Maßnahmen wurden durchgeführt

  • Durch Rückbau von Wehren (Stufen in fließenden Gewässern) soll die Durchgängigkeit der Wuhle wiedergestellt werden
  • Anhebung des Gewässerbettes um die Fließgeschwindigkeit im gesamten Fluss weitestgehend gleich zu halten
  • Installation einer Niedrigwasserpeisung von der Neuen in die Alte Wuhle
  • Natürliche Gestaltung im Umfeld des Flusses und anliegenden Gewässern

» War die Renaturierung erfolgreich?

Weitestgehend kann man davon ausgehen das die Renaturierung erfolgreich war. Der Fluss bringt Berlin wieder ein Stück Natur zurück und ist für Anwohner ein entspannter Ort um spazieren zu gehen oder mit dem Fahrrad die über 10 Kilometer lange Route entlangzufahren. Außerdem haben sich viele Vogelarten, Rehe und andere Tiere sich in diesem Gebiet ein neues zu Hause geschaffen. In den Wuhleteich leben viele verschiedene Fischarten und sogar Flusskrebse.

» Der Wuhletal-Wanderweg

» Verlauf des Wanderwegs

Der Wuhletal-Wanderweg begleitet die Wuhle von dem in Brandenburg gelegenen Ahrensfelde, durch Marzahn-Hellersdorf, bis nach Köpenick wo die der der Fluss in der Spree mündet. Die gesamte Strecke kann nahezu barrierefrei passiert werden und ist besonders beliebt bei Sportler, Familien, Rentner oder Fahrradfahrer. Auf der gesamten Strecke des Wanderpfades befinden sich drei kleinere Berge. Von der Quelle aus befindet sich der erste Berg namens Ahrensfelder Berg in Marzahn. Dieser Berg hat zwei Erhebungen mit jeweils 102 und 80 Metern. Etwa 2.300 Meter entfernt befindet sich der Kienberg der eine Höhe von 102 Metern hat. Weitere 3.000 Meter entfernt befindet sich die Biesdorfer Höhe, welche der letzte der drei Erhebungen an der Wuhle ist. Der weite Verlauf führt durch mehrere Ein- und Zweifamilienhaussiedlungen, vorbei an der Wuhleblase und den Wuhlesee, bis der Pfad vor der Mündung in die Spree endet.

» Wie kann ich den Pfad erreichen?

Erreicht werden kann der Pfad über die S-Bahn Stationen Ahrensfelde, Wuhletal oder Köpenick. Außerdem halten viele Bus Linien in der Nähe des Wanderwegs.

Bilder

» Bilder:

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» Die Wuhle

Die Wuhle mit Steinen

Steine an der Wuhle

Steine an der Wuhle

Die Wuhle mit Pflanzen

Die Wuhle mit Pflanzen

Die Wuhle mit Pflanzen

» Renaturierungs-Felsen

Wuhle - Renaturierung

» Der Wuhletal-Wanderweg

Brücke über die Wuhle

Wuhle

Wanderweg an der Wuhle

» Tiere am Gewässer

Schwäne an der Wuhle

Schwäne an der Wuhle

Schwäne an der Wuhle

Enten an der Wuhle

Enten an der Wuhle

Enten an der Wuhle

Videos

» Videos:

Dieses Video aus 2015 zeigt den Wuhleteich und den im Hintergrund befindlichen Kienberg. Die Wuhle verläuft durch den See bevor sie sich mit der “Neuen Wuhle” verbindet.

Karte

» Karten

Die folgenden vier Karten zeigen alle Teile der Wuhle von der Quelle bis zur Mündung in die Spree. Mit einen Klick auf die Karte wird diese vergrößert dargestellt.

» Quellgebiet

Karte - Quellgebiet - Wuhle

Daten von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL © OpenStreetMap-Mitwirkende

» Zwischen Kienberg und Biesdorfer Höhe

Wuhle - Gebiet 1

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» Zwischen Biesdorfer Höhe und Wuhlesee

Wuhle Gebiet 2

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» Zwischen Wuhlesee und Mündung in die Spree

Wuhle - Gebiet 3

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