Die Division wird verkauft: Uber trennt sich vom autonomen Fahren

Die Division wird verkauft: Uber trennt sich vom autonomen Fahren

Die Division wird verkauft
Uber trennt sich vom autonomen Fahren

Selbstfahrende Autos sollen irgendwann Ubers Kosten senken. Aber die Entwicklung ist alles andere als reibungslos, am Ende wird die Teilung für die Gruppe in Schwierigkeiten zu teuer. Sie wird nun das Startup Aurora übernehmen.

Der Fahrdienstleister Uber gibt die kostspielige Entwicklung seiner eigenen Technologie für selbstfahrende Autos auf. Die entsprechende Abteilung wird, wie die Unternehmen angekündigt haben, vom Roboterauto-Startup Aurora übernommen. Uber investiert außerdem 400 Millionen US-Dollar in Aurora, die als strategischer Partner Zugang zur Uber-Plattform haben wird. Die Entwicklung einer eigenen autonomen Fahrtechnik hat Uber in den letzten Jahren Hunderte Millionen Dollar gekostet. Das Projekt wurde von dem langjährigen Mitbegründer und Chef Travis Kalanick vorangetrieben. Er sah darin eine Gelegenheit, die Kosten zu senken, wenn Computer Menschen ersetzen.

Uber 44,97

Fahrer sind die größten Kosten, gab Kalanick während einer Aufführung etwas zu unverblümt zu – was ihn bei Männern und Frauen am Steuer von Uber-Autos nicht populärer machte. Er war jedoch überzeugt, dass es in Zukunft einen Wettbewerb zwischen den Diensten von Robotaxi geben würde und dass Uber sein Schicksal nur mit der internen Technologie in den Griff bekommen könnte. Kalanick holte Anthony Levandowski, einen prominenten Entwickler von Googles Roboterautoprogramm, als Projektmanager. Der Internetgigant Uber verklagte daraufhin, Levandowski habe vertrauliche Informationen in großem Umfang offengelegt. Im langen Rechtsstreit wurde Levandowski entlassen und Uber musste sich verpflichten, die Google-Technologie nicht zu verwenden.

Der bislang einzige bekannte tödliche Unfall mit einem Roboterauto ist auch auf das Uber-Programm zurückzuführen. Im März 2018 traf eines der Uber-Fahrzeuge während einer nächtlichen Probefahrt in Tempe, Arizona, eine Frau, die den mehrspurigen Bürgersteig überquerte, während sie ein Fahrrad neben sich schob. Laut Crash-Ermittlern war die Uber-Software zunächst nicht in der Lage, das zu klassifizieren, was sie sah, und reagierte spät. Zusätzlich überprüfte der Sicherheitsfahrer hinter dem Lenkrad sein Smartphone und Uber hatte den Bremsassistenten im umgebauten Serienfahrzeug deaktiviert.

Ein Marktumbruch wird erwartet

Uber-Chef Dara Khosrowshahi, der seit August 2017 im Amt ist, hat bereits verschiedene Kostensenkungsmaßnahmen ergriffen und die Entwicklung von Roboterautos bisher verschont. Die Koronapandemie hat jedoch vierteljährlich neue Belastungen gebracht. Im letzten Quartal gab es einen Verlust von 1,1 Mrd. USD und der Umsatz ging um 18% zurück. Der Tech-Blog “Techcrunch” berichtete über Gespräche zwischen Uber und Aurora im November.

Autohersteller, Zulieferer, viele Startups und Technologie-Schwergewichte wie Google Parent Alphabet und Apple arbeiten derzeit an Technologien für autonomes Fahren. Kooperation und Marktrationalisierung werden in der Branche erwartet. Noch bevor Uber ging, gab es Schritte in diese Richtung, wie die Übernahme des Start-ups Zoox durch Amazon. Googles Schwesterunternehmen Waymo gilt als besonders fortschrittlich bei der Entwicklung von Technologien für autonomes Fahren. Waymo möchte nicht nur einen eigenen Robotaxi-Service einrichten, sondern auch Automobilherstellern wie Fiat Chrysler autonome Fahrtechnik zur Verfügung stellen.

Aurora wurde von einer Art Traumteam in der Branche gegründet: Chris Urmson war der Hauptentwickler von Googles Roboterauto-Projekt, Sterling Anderson war bei Tesla für das Fahrerassistenzsystem „Autopilot“ verantwortlich. Amazon hat unter anderem in das Startup investiert. Das Konzept von Urmson und Anderson sah vor, relativ wenige Fahrzeuge einzusetzen, während Uber eine große Flotte von Testfahrzeugen baute. Nachdem Aurora Volkswagen und Fiat Chrysler nicht als Partner gewinnen konnte, hat sich das Unternehmen kürzlich mehr auf die selbstfahrende Lkw-Technologie konzentriert.

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