Deutschland schluckt Uniper Berry

Deutschland schluckt Uniper Berry

Was ist los?

Deutschland steht kurz davor verstaatlichen Energieversorger Uniper, einst der größte europäische Importeur von russischem Gas.

Was bedeutet das?

Der deutsche Energiesektor kämpft – und die Kosten, ihn am Laufen zu halten, (h)fressen den deutschen Steuerzahler außer Haus und zu Hause. Im vergangenen Juli stimmte die Regierung einem Rettungspaket in Höhe von 15 Milliarden Euro (15 Milliarden US-Dollar) für Uniper zu, ein Unternehmen, das ihrer Meinung nach von „erster Bedeutung“ für die Wirtschaft des Landes ist. Doch mit der Verschärfung der Energiekrise hat sich der Schaden für Uniper ausgeweitet – und jetzt, neun Wochen später, steht das Unternehmen kurz vor der eigenen Verstaatlichung. Der neue Deal wird dazu führen, dass das finnische Energieunternehmen Fortum seinen Anteil – ein echtes Dorn im Auge – an die deutsche Regierung verkauft, wodurch sich die gesamte Rettungsrechnung von Uniper auf 29 Milliarden Euro (29 Milliarden US-Dollar) erhöht.

Warum sollte es mich kümmern?

Hineinzoomen: Dies ist nicht unser erstes (oder letztes) Rodeo.
Erfahrene Investoren, die während der globalen Finanzkrise in den Schützengräben gedient haben, verspüren derzeit möglicherweise ein Déjà-vu-Gefühl: Schließlich hat das Spektakel, wenn einst mächtige Institutionen an die Börse gehen oder Konkurrenten in die Arme fallen, Ende der 2000er Jahre eine besondere Bedeutung. Geschmack dazu. Damals galten Banken und andere Finanzinstitute als „too big to fail“, aber die heutigen Anbieter von lebensrettender Energie für Unternehmen und Privathaushalte verdienen diese Bezeichnung wohl auch. Achten Sie also auf diesen Bereich: Die Verstaatlichung von Uniper könnte ein Zeichen dafür sein, dass noch mehr kommen wird.

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Das größere Bild: Es könnte einen dünnen Silberstreif am Horizont geben.
Während sich die Rechnungen für Rettungspakete häufen, werden die Regierungen eine Schlüsselfrage stellen: „Wie können wir verhindern, dass so etwas noch einmal passiert?“ Die wahrscheinliche Antwort: zuverlässige, lokale und erneuerbare Energie. Kritiker dieses Ansatzes haben in der Vergangenheit gern mit den Kosten des Umstiegs von fossilen Brennstoffen gepriesen – doch die aktuelle Energiekrise hat die Kosten auf sich gezogen abhängig, abhängig auf ihnen auch zu offensichtlich. Wenn diese missliche Lage also einen Silberstreif am Horizont hat, könnte es sein, dass sie westliche Länder dazu drängt, ihren Übergang zu erneuerbaren Energiequellen zu beschleunigen.

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