Deutsches Kabinett bringt Gesetzesentwurf zum Verbot der Verwendung von Glyphosat durch Landwirte bis 2024 vor

Deutsches Kabinett bringt Gesetzesentwurf zum Verbot der Verwendung von Glyphosat durch Landwirte bis 2024 vor

Die deutschen Landwirte müssen den Einsatz von Glyphosat schrittweise reduzieren und ab 2024 ganz einstellen, um saubere Lebensräume für Insekten zu erhalten. Dies wurde am Mittwoch vom Kabinett des Landes verabschiedet.

„Die Freisetzung von Glyphosat rückt näher. Umweltschützer haben lange daran gearbeitet. Glyphosat tötet alles Grüne ab und nimmt Insekten die Lebensgrundlage “, sagte Umweltministerin Svenja Schulze in einer Erklärung.

Die Landwirte kritisierten das geplante Gesetz und sagten, es gefährde den Lebensunterhalt von Familienbetrieben und die Verbote würden die biologische Vielfalt weniger wirksam fördern als die Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Naturschützern.

Glyphosat, das erstmals von Bayer Monsanto unter der Marke Roundup entwickelt wurde, hat eine intensive globale Debatte über seine Sicherheit ausgelöst, seit eine Agentur der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2015 zu dem Schluss kam, dass es wahrscheinlich Krebs verursacht.

Während die Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt Glyphosat als sicher eingestuft haben, stimmte Bayer im Juni zu Beilegung von fast 100.000 US-Klagen über 10,9 Milliarden US-Dollarn, bestreitet Behauptungen, dass Roundup Krebs verursacht hat.

Nach dem Entwurf der deutschen Gesetzgebung ist der Einsatz von Herbiziden und Insektiziden, die Bienen schädigen könnten, in bestimmten Gebieten verboten. Darüber hinaus werden Neuinstallationen bestimmter Leuchtentypen verboten, um die Lichtverschmutzung zu verringern.

Joachim Rukwied, Vorsitzender des deutschen Bauernverbandes, sagte, der Gesetzentwurf sei nicht der richtige Weg, um mehr Umweltschutz zu erreichen, und fügte hinzu: “Eine Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und Naturschutz mit gemeinsamen Zielen, Maßnahmen und Anreizen wäre vielversprechender.”

Das Gesetz muss sowohl vom Unterhaus des Bundestages als auch vom Oberhaus des Bundesrates verabschiedet werden, das die Interessen der 16 deutschen Regionalregierungen vertritt. Dieser Prozess dauert in der Regel mehrere Monate.

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(Berichterstattung von Maria Sheahan; Redaktion von Pravin Char)

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