Deutscher Konservativer startet dritte Kandidatur für Merkels Parteichef

Deutscher Konservativer startet dritte Kandidatur für Merkels Parteichef

BERLIN (dpa) – Ein prominenter Konservativer hat sich dem Rennen um die Präsidentschaft der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel angeschlossen…

BERLIN (dpa) – Eine prominente Konservative hat sich dem Rennen um die Parteivorsitzende der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel angeschlossen und ihre dritte Kandidatur für das Amt abgegeben.

Friedrich Merz, 66, wurde am Montagabend von seinem Ortsverband der CDU in den Vorstand berufen, ein mit Spannung erwarteter Wechsel. Er ist der dritte Kandidat im Rennen um die Nachfolge von Armin Laschet, der die Partei im September zur Niederlage und zum schlechtesten Wahlergebnis geführt hatte.

Norbert Röttgen, ehemaliger Umweltminister, der in den letzten Jahren den außenpolitischen Ausschuss des Parlaments leitete, und Merkels Stabschef Helge Braun haben am Freitag ihre Hüte in den Ring geworfen. Beide sind zentristisch, während Merz im Allgemeinen eher die Mainstream-Konservativen angesprochen hat.

Die CDU, die sich der Opposition anschließen soll, sobald eine neue dreigliedrige Koalitionsregierung gebildet ist, hat beschlossen, für alle ihre rund 400.000 Führungsmitglieder eine Wahl abzuhalten.

Ein erster Wahlgang per Online-Abstimmung und per Briefwahl findet Anfang Dezember statt. Wenn ein zweiter Wahlgang erforderlich ist, würde dieser bis Mitte Januar abgeschlossen sein. Ein Parteitag am 21. und 22. Januar würde das Ergebnis offiziell unterzeichnen.

Der Ausgang ist schwer vorherzusagen, aber Merz hat eine beachtliche Anhängerschaft unter den CDU-Mitgliedern und könnte bei den Wahlen besser abschneiden als auf den Parteitagen Ende 2018 und im Januar. Er verlor mit ziemlich knappem Vorsprung zunächst gegen Annegret Kramp-Karrenbauer, dann gegen Laschet.

Merz hat die Erfahrung eines Oppositionsführers. Von 2000 bis 2002 leitete er die Mitte-Rechts-Fraktion im Parlament, als Merkel ihn von diesem Posten absetzte, bevor er 2009 das Parlament verließ – später als Rechtsanwalt und Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Tochtergesellschaft des Investmentmanagers BlackRock. Bei den Wahlen im September kehrte er ins Parlament zurück.

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