Deutsche Schulen und Kindergärten kämpfen mit Lehrermangel

Deutsche Schulen und Kindergärten kämpfen mit Lehrermangel

Schulen und Kindergärten in Deutschland sind derzeit mit einem starken Personalmangel konfrontiert, der sich stark auf Schüler und Lehrer auswirkt und regionale Ungleichheiten sogar verschärft, warnen zwei Berichte.

Deutschland fehlen 450.000 ausgebildete Erzieher

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt vor einem massiven Fachkräftemangel im Schulwesen. „In den nächsten fünf bis sechs Jahren werden uns 200.000 Beschäftigte in der Vorschulerziehung und 250.000 in den Schulen fehlen“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern diese Woche.

Diese Schlussfolgerung wird durch eine weitere aktuelle Studie gestützt: Der Bericht Kita 2022, der letzte Woche in Berlin veröffentlicht wurde, stellte fest, dass die Hälfte aller Kindertagesstätten in Deutschland aufgrund von Personalmangel gezwungen waren, ihre Kapazitäten zu reduzieren.

Wie Finnern warnte, birgt diese Art von Arbeitskräftemangel die Gefahr, einen Teufelskreis zu schaffen, in dem Mitarbeiter überfordert und überarbeitet sind und daher kündigen, was den Mangel verschärft und andere daran hindert, in den Beruf einzusteigen.

Fast 92 % der Lehrkräfte in Deutschland gaben an, derzeit überlastet zu sein, während Lehramtsstudiengänge in Deutschland eine Abbrecherquote von bis zu 50 % aufweisen. „Ohne attraktive Rahmenbedingungen bekommen wir keinen Nachwuchs“, sagte Finnern und fügte hinzu, dass bessere Arbeitsbedingungen, überschaubarere Arbeitszeiten und bessere Löhne Abhilfe schaffen könnten.

Schulen in benachteiligten Gebieten sind am stärksten vom Personalmangel betroffen

Der Kita-Bericht kritisierte weiter, dass Schulen in sozialen Brennpunkten überproportional von Personalproblemen betroffen seien, Kindertagesstätten über eine schlechtere Ausstattung, unzureichende Förderung der vielen Kinder ohne Muttersprache Deutsch und fehlende Finanzierung klagen Rekrutierung noch schwieriger.

Ohne ernsthaftes Eingreifen erwartet die GEW, dass sich die Situation in den kommenden Jahren verschärfen wird, da in naher Zukunft bis zu 400.000 ukrainische Kinder in deutsche Schulen und Kitas kommen werden, was weiteren Personalbedarf erfordert.

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