Das Fehlen einer Turbine ist eine russische "Ausrede", um den Gasfluss zu begrenzen - Deutschland

Das Fehlen einer Turbine ist eine russische “Ausrede”, um den Gasfluss zu begrenzen – Deutschland

Die deutsche Regierung hat Russland am Mittwoch vorgeworfen, das Fehlen einer Turbine als „Ausrede“ zu benutzen, um die Gaslieferungen durch eine wichtige Pipeline zu begrenzen, die diese Woche wieder ans Netz gehen soll.

„Ich möchte darauf hinweisen, dass dies nach unseren Informationen eine Entschuldigung Russlands ist“, sagte eine Sprecherin des deutschen Wirtschaftsministeriums gegenüber Reportern, als sie nach der Verringerung der Flüsse durch die Gaspipeline Nord Stream 1 gefragt wurde.

Der russische Energieriese Gazprom hat in den letzten Wochen die Zuflüsse nach Deutschland über Nord Stream 1 um rund 60 % gedrosselt und dafür die fehlende Reparatur einer Siemens-Gasturbine in Kanada verantwortlich gemacht.

Die reparierte Turbine befindet sich laut deutschen Medien derzeit auf dem Weg nach Russland, da die routinemäßigen Wartungsarbeiten an Nord Stream 1 am Donnerstag abgeschlossen werden sollen.

Berlin hat die Erklärung von Gazprom über die Turbinen zurückgewiesen und glaubt, dass Russland die Lieferungen als Vergeltung für westliche Sanktionen gegen Moskau wegen seiner Invasion in der Ukraine kürzt.

„Wir tun alles, um diese Ausrede von russischer Seite zu entkräften“, sagte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums und wies darauf hin, dass die betreffende Turbine erst im September zum Einsatz kommen sollte.

Der russische Präsident Wladimir Putin bestand am Dienstag darauf, dass Gazprom alle seine Lieferverpflichtungen erfüllen werde, und Nord Stream 1 soll den Betrieb ab Donnerstag wieder aufnehmen.

„Gazprom hat seine Verpflichtungen erfüllt, erfüllt sie und wird sie vollständig erfüllen“, sagte Putin gegenüber Reportern in Teheran nach Gesprächen mit der iranischen und türkischen Führung.

Er sagte jedoch, dass mit einer weiteren Gasturbine, die Ende dieses Monats gewartet werden soll, der Stromfluss ab nächster Woche auf 20 % der Kapazität sinken könnte.

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Seit Putin am 24. Februar Truppen in die Ukraine schickte und der Westen mit Sanktionen gegen Moskau reagierte, hat Russland begonnen, die Gaslieferungen zu drosseln, um die EU-Länder daran zu hindern, ihre Reserven aufzufüllen, was die Europäische Kommission dazu veranlasste, einen „Plan zur Reduzierung der Gasnachfrage“ auszuarbeiten durch den nächsten Winter.

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