» Ortsteil Biesdorf

Biesdorf ist ein Ortsteil in dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf und hat eine Gesamtfläche von etwa 12 Quadratkilometer. Biesdorf liegt im Osten Berlins und grenzt nördlich an Marzahn, östlich an Hellersdorf und Kaulsdorf, westlich an Marzahn und südlich an Köpenick.

Der Ortsteil Biesdorf hat circa 25.000 Einwohner die ein Durchschnittsalter von 40 Jahren haben. Alle Anwohner in diesem Ortsteil haben die Postleitzahl 12683. Aus dem Norden kommend, verläuft der Blumberger Damm / Köpenicker Straße senkrecht durch Biesdorf und aus dem Süden kommend verläuft die B1 waagerecht durch den Ortskern.

» So sieht es im Ortsteil Biesdorf aus

» Wohngebiete:

Biesdorf ist zusammen mit Mahlsdorf und Kaulsdorf einer der größten zusammenhängenden Gebiete mit Ein- und Zweifamilienhäusern. Die Dichte auf den Straßen ist relativ gering und dadurch auch der Verkehrslärm nicht so intensiv wie in anderen Stadtteilen. Es gibt viele Grünflächen und Spielplätze die diese Gegend besonders für Familien interessant macht. Im Vergleich zu anderen Stadtteilen ist der Wohnraum hier noch “relativ” günstig.

» Anbindung:

Die Anbindung an andere Stadtteile Berlins ist ein entschiedener Faktor für Anwohner und Unternehmen im Ortsteil. Trotz der sehr am Rand von Berlin befindlichen Lage gibt es viele Möglichkeiten andere Stadtteile oder das Umland zu erreichen. Die gut ausgebaute Infrastruktur im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel ermöglicht es ganz Berlin und Umland problemlos zu besuchen.

U-Bahn - BiesdorfDie U-Bahnlinie U5 führt von dem Osten Biesdorfs in den Süden. Die Linie führt von Hönow bis nach Alexanderplatz und hält an den Stationen Wuhletal, Elsterwerdaer Platz und Biesdorf-Süd. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens fährt die U5 zu den Hauptverkehrszeiten im 5 statt 10 Minuten-Takt.

S-Bahn - BiesdorfDie S-Bahnlinie S5 führt fast parallel mit der U5 von dem Osten Biesdorfs in den Süden. Die Linie führt aus Hoppegarten (Brandenburg) quer durch Berlin, bis nach Spandau. Dadurch das die Gesamtstrecke über 45 Kilometer lang ist, verkehren einige Züge nicht auf der gesamten Strecke.

Bus - BiesdorfDie Bus-Linien X69, 108, 154, 190, 191, 192, 269, 291 und 398 führen durch den Ortsteil Biesdorf und verbinden alle wichtigen Knotenpunkte miteinander. In der Regel fahren alle Bus-Linien in einem 10-20 Minuten Takt. Lediglich die Nachtbusse beschränken sich auf einen 30-60 Minuten Takt.

» Natur:

Jeder der Biesdorf besucht ist maximal ein weiteren Schritt von der Natur entfernt. Es finden sich hier überall Grünanlagen, Spielplätze, Gärten und Gewässer die von Anwohnern und Besuchern sehr geschätzt werden. Aufgrund des niedrigen Verkehrsaufkommens gibt es hier viele ruhige Plätze um den Stress von der Arbeit einfach zu vergessen. Die folgenden vier Absätze geben ein paar Impressionen wie natürlich oder auch lebendig der Ortsteil am Rande von Berlin ist.

Wuhle Berlin Biesdorf

Im Osten Biesdorfs befindet an der Grenze zu Hellersdorf und Kaulsdorf die über 15 Kilometer lange Wuhle. Ursprünglich wurde das Gewässer als Abwasserkanal für ein Klärwerk in Falkenberg genutzt. Nach der Schließung dieser Anlage wurde die Wuhle und die unmittelbare Umgebung renaturiert. Heute ist das Gewässer eine grüne Straße die von Ahrensfelde bis nach Köpenick führt. Auf dem Weg bis in die Spree durchquert der kleine Fluss den Wuhlesee, die Wuhleblase und den Wuhleteich und passiert einige kleinere Gewässer. Fast auf der gesamten Länge verläuft parallel zur Wuhle der Wuhletal-Wanderweg mit gut ausgebauten Wegen für Jogger, Radfahrer und Spaziergänger.

Biesdorfer Baggersee Berlin Biesdorf

Im Südwesten an der U-Bahn Haltestelle Biesdorf-Süd befindet sich der 450,00 Meter langen und 250,00 Meter breite Biesdorfer Baggersee. Vor einigen Jahren war dieser See noch eine Grube in der Rohstoffe abgetragen wurden. Nach der Schließung der Abbaustelle hat sich der See über einige Zeit mit Wasser gefüllt und bildet nun den Biesdorfer Baggersee. Heute ist der See ein natürliches Biotop in dem viele Fische, Vögel und sogar Schwäne ihr zu Hause gefunden haben. Um die Wasserqualität weiter zu verbessern wurde im Jahre 2004 eine Regenwasserreinigungsanlage installiert, damit das Regenwasser aus den umliegenden Siedlungen nicht mehr ungefiltert in den See geleitet wird.

Schlosspark Biesdorf

Der Schlosspark Biesdorf ist eine relativ große Parkanlage in zentral Biesdorf. Neben den Wegen die durch den gesamten Park verlaufen gibt es hier viele große und kleine Bäume, einige Wiesenflächen, ein Schloss und einen kleinen Teich. Der Eintritt für den Park ist kostenlos und die Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist sehr gut. Im Sommer gibt es hier Schatten spendende Bäume an den Wegen und Sonnendurchflutete große Wiesenflächen.

Friedhof Biesdorf

Der Friedhof Biesdorf ganz in der Nähe der Biesdorfer Höhe und der Wuhle ist im Prinzip auch nichts anderes als ein grüner Park. Die Anlage ist je nach Saison entweder von 07:00 Uhr – 21:00 Uhr oder von 08:00 Uhr – 18:00 Uhr geöffnet. Bei einem Besuch sollte man sich jedoch Ruhig verhalten, da dies für viele Menschen die letzte Ruhestätte darstellt und angehörige nicht belästigt werden sollen. Der Friedhof verfügt über mehrere Eingänge rund um das Gelände.

Bei einem Besuch der Grünanlagen oder der Wasserflächen sollte kein Müll hinterlassen werden. Der Schutz der Natur ist besonders wichtig damit auch anderen Besuchern die wunderschöne natürliche Gestaltung nicht verwehrt bleibt.

» Wohnen in Biesdorf

Wie bereits am Anfang des Artikels erwähnt ist Biesdorf zusammen mit Mahlsdorf und Kaulsdorf einer der größten zusammenhängenden Gebiete mit Ein- und Zweifamilienhäusern. Es gibt im Gegensatz zu Marzahn oder Hellersdorf so gut wie keine Plattenbauten oder Gebäude mit mehr als 3 Stockwerken. Die Natur ist ein elementarer Bestandteil von Biesdorf und wird von den Anwohnern auch sehr geschätzt. Für Kinder und Jugendliche gibt es mehrere Sportvereine die für eine sinnvolle Freizeitgestaltung sorgen. Direkt an der Grenze zwischen Biesdorf und Friedrichsfelde liegt der Tierpark Berlin der gerade für Familien ein schönes Ausflugsziel darstellt. Auf der anderen Seite des Ortsteils in östlicher Richtung liegen in nicht einmal 900 Metern Entfernung die Kaulsdorfer Seen. Hier können sich Familien entspannen, neue Kraft tanken oder sich sportlich betätigen.

Die optimale Lager am Rand einer Großstadt macht Biesdorf vor allem für Familien und Rentner beliebt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto kann die Innenstadt je nach Verkehrslage relativ schnell erreicht werden. Diese Tatsache ist vor allem für berufstätige Eltern wichtig, die den Kom­fort einer ruhigen Wohngegend für die Kinder und einen kurzen kostengünstigen Arbeitsweg miteinander verknüpfen wollen. Das Verkehrsnetz in Berlin ist gut ausgebaut und Busse und Bahnen verkehren regelmäßig. Ein anderer wichtiger Aspekt für Kinder sind Schulen. Der Weg in die Bildungseinrichtung sollte vor allem für Kinder möglichst kurz und stressfrei sein. Der Ortsteil verfügt über 2 Grundschulen von denen eine in Biesdorf-Nord und eine in Biesdorf-Süd liegt. Somit ist die Versorgung von Grundschulen für die jüngsten Schulkinder gesichert.

» Grund- und Oberschulen in Biesdorf

Wie weit entfernt sich die nächste Grund- oder Oberschule befinden ist vor allem für Familien mit Kindern besonders wichtig. Im Ortsteil Biesdorf finden sich 6 Schulen, davon 2 Grundschulen, 3 Oberschulen und 1 Förderschule.

Die Grundschule am Fuchsberg befindet sich in Biesdorf-Süd an dem Dankratweg 19. Laut der offiziellen Webseite bietet die Schule ihren Schülern eine sinnvolle Freizeitgestaltung und legt im Unterricht neben den Hauptfächern den Fokus auf informationstechnisches, künstlerisches und Wahlpflichtunterricht.

Die Johann-Strauss-Grundschule befindet sich in Biesdorf-Nord an der Cecilienstraße 81. Auf der offiziellen Webseite finden sich viele Informationen die für Eltern und Schüler wichtig sind. Die Bilder auf der Webseite zeigen ein sehr modern aussehendes Schulgebäude mit einem kindgerechten Spielplatz auf dem Schulhof.

Das Otto-Nagel-Gymnasium befindet sich in Biesdorf-Nord an der Schulstraße 11. Auf der offiziellen Webseite finden sich ausführliche Informationen zur Unterrichtsgestaltung und dem Schulleben. Im offenen Ganztagsbetrieb können Schüler ihre individuelle Stärken entdecken und mit Hilfe von Lehrern weiter fördern.

Das Wilhelm-von-Siemens-Gymnasium befindet sich in Biesdorf-Nord an der Allee der Kosmonauten 134. Auf der Modern aussehenden offiziellen Webseite der Schule finden sich neben Bildern von dem Schulgebäude, dem Schulhof und der Turnhalle einige Informationen rund um das Bildungsprogramm der Schule.

Die Georg-Klingenberg-Schule ist eine Sekundarschule in Biesdorf-Süd an der Alberichstraße 24. Auf der offiziellen Webseite finden sich aktuelle Informationen und Termine. Die Bildungsstätte ist eine teilgebundene Ganztagsschule an der Schüler zweimal in der Woche bis 16:00 Uhr in der Schule betreut werden.

Die Schule am Pappelhof ist eine Förderschule in Biesdorf-Nord an dem Ketschendorfer Weg 21. Auf der offiziellen Webseite finden sich Informationen rund um das Förderprogramm der Schule. Die Klassenzusammensetzung erfolgt jahrgangsübergreifend in 5 Klassenstufen und es werden keine Noten vergeben.

Weitere Grund- und Oberschulen befinden sich in den Nachtbarortsteilen Marzahn, Hellersdorf, Kaulsdorf, Friedrichsfelde, Karlshorst und Köpenick.

» Einkaufen in Biesdorf

Biesdorf-Center

Das am Juli 2003 eröffnete Biesdorf-Center am Elsterwerdaer Platz ist das größte und einzige Einkaufszentrum im Ortsteil Biesdorf. Für Autofahrer gibt es zentral einen großen überirdischen und unterirdischen Parkplatz der über die Weißenhöher Straße erreicht werden kann. Personen die öffentliche Verkehrsmittel bevorzugen können das Biesdorf-Center über den anliegenden Bus-Bahnhof oder der U-Bahn-Station Elsterwerdaer Platz erreichen.

Flohmarkt am Biesdorf-Center

Der Trödelmarkt am Biesdorf-Center findet fast jeden zweiten Sonntag auf dem Elsterwerdaer Platz statt und wird gerade in den Sommermonaten gut besucht. Aktuelle Angaben zu Terminen und Stand-Kosten finden sie auf der offiziellen Webseite der “Troedelfreunde”. Die Aufbauzeit geht von 6:30 Uhr bis 8:30 Uhr und das Marktende ist gegen 15:00 Uhr. Für Schnäppchenjäger und Leute die altes “Zeug” los werden wollen ist der Trödelmarkt eine gute Anlaufstelle.

» Krankenhäuser und Kliniken

Neben einer Vielzahl von eigenständigen Praxen und Fachärzten finden sich in Biesdorf auch 2 Klinken. Dazu gehören das Unfallkrankenhaus Berlin und die Augenklinik Marzahn. Beide Einrichtungen finden sich in der Nähe der Kreuzung zwischen Blumberger Damm und Altentreptower Straße.

» Das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) in Biesdorf

Das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) in BiesdorfDas UKB ist eine berufsgenossenschaftliche Unfallklinik am Blumberger Damm. Die Klinik sieht sich als Spezialkrankenhaus für die Behandlung von Arbeitsunfällen. Auf dem Dach des Hauptgebäudes an der Warener Straße befindet sich ein Hubschrauberlandeplatz für medizinische Notfälle. Für vergleichsweise kleinere Anliegen kann man die Rettungsstelle Südteil des Hauptgebäudes aufsuchen. An der Kreuzung zwischen Blumberger Damm und Warener Straße liegt das neu erbaute Gesundheitszentrum am UKB. In diesem fünfstöckigen Gebäude sind mehr als 20 Fachärtzte, ein Therapiezentrum und ein Gastronomieunternehmen ansässig. Für weitere Informationen besuchen sie die offizielle Homepage des Gesundheitszentrums.

» Die Augenklinik in Biesdorf

Augenklink BiesdorfDie Augenklink befindet sich in der Nähe des Unfallkrankenhauses Berlin in einem Denkmalgeschützten Gebäude am Brebacher Weg 15. Erreicht werden kann die Augenklinik entweder die Einfahrt an der Altentreptower Straße oder über die Warener Straße die auch das UKB mit der Augenklink verbindet. Das unter Denkmalschutz stehende Haus wurde ursprünglich in den 1890er Jahren errichtet. Die Augenklink existiert an diesem Standort seit Januar 1998 und konnte seitdem vielen Partienten weiterhelfen. Auf der offiziellen Webseite bezeichnet sich die Klinik selbst als einer der größten und modernsten Augenklinken aus ganz Deutschland.

» Die Biesdorfer Geschichte

Die Geschichte des Ortsteiles Biesdorf fing irgendwann gegen 1350 an und wurde erstmals 1375 urkundlich erwähnt. Damals hieß die kleine Siedlung aber noch Bysterstorff oder auch Bisterstorff. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits eine Windmühle im Ort.

Im Jahre 1652 wurden die Folgen des Dreißigjährigen Krieg deutlich. Ähnlich wie in anderen Siedlungen war auch hier die Zerstörung sehr präsent. Im gesamten Dorf gab es zu diesem Zeitpunkt nur noch vier Bauern und sechs Kossäten (Eine Kossäten ist eine historische Hütte die von Gärtnern oder Kleinbauer bewohnt wurde).

In den Jahren 1653 und 1666 erwarb der Kurfürst Friedrich Wilhelm den Ort Biesdorf in zwei Abschnitten. Nach diesem Transfer wird der Ort dem Amt Köpenick unterstellt. Um 1701 wurde die Dorf-Windmühle neugebaut und ab 1713 verpachtet. Die Mühle bestand bis zum Abriss im Jahre 1995 um Platz für einen Baumarkt zu schaffen. Im Jahre 1868 wurde von Heino Schmieden das Biesdorfer Schloss mit dazugehörigen Schlosspark erbaut.

Ab dem Jahr 1904 erhielt Biesdorf einen Wasser- und Gasanschluss. Dies war einer der wichtigsten Schritte in Richtung einer besseren Lebensqualität. Im Jahre 1914 erhielt der Ortsteil zu dem Wasser- und Gasanschluss auch ein Stromanschluss.

Wie auch die anderen Ortsteile des Bezirks Marzahn-Hellersdorf wird auch Biesdorf im Jahre 1920 ein Teil des Berliner Bezirks Lichtenberg. Später im Jahre 1979 wurden alle Ortsteile aus Lichtenberg ausgegliedert und bildeten nun den eigenständigen Bezirk namens Marzahn. Seit 2001 ist der Stadtbezirk unter dem Namen Marzahn-Hellersdorf bekannt, und besitzt neben Biesdorf noch 4 weitere Ortsteile.

» Sehenswertes in Biesdorf

Auch wenn Biesdorf vorwiegend aus Ein- und Mehrfamilienhäuser besteht, gibt es hier durchaus auch sehenswerte Einrichtungen bei denen sich ein Besuch auf jeden Fall lohnen kann.

» Das Schloss und der Schlosspark Biesdorf

Der im Jahre 1868 erbaute Schlosspark Biesdorf gilt auch heute noch als einer der schönsten Anlagen im Bezirk. Seit dem Bestehen des Parks hat sich der Besitzer der Anlage häufig geändert. Im Zweiten Weltkrieg musste der Park und vor allem auch das Schloss einige Treffer einstecken. Das Obergeschoss des Gebäudes wurde zerstört und in der Nachkriegszeit lediglich mit einem Flachdach ausgestattet. Im Jahre 2015 haben Sanierungsarbeiten begonnen die das Ziel haben dem Schloss seine ursprüngliche Gestalt wiederzugeben. Das Flachdach wird entfernt und das Obergeschoss erneut installiert.

» Kirchen

Dorfkirche Biesdorf - Gnadenkirche - Biesdorf

Die evangelische Dorfkirche Biesdorf mit dem Namen “Gnadenkirche” liegt auf einer Verkehrsinsel der B1/B5. Erbaut wurde das Gebäude im Jahr 1230 als Saalkirche. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche wie viele andere Einrichtungen in Berlin fast komplett zerstört. Zwischen 1950 und 1951 wurde die “Gnadenkirche” wieder neu aufgebaut und eingeweiht.

Krankenhauskirche am Wuhlgarten - Biesdorf

Die Krankenhauskirche am Wuhlegarten, die sowohl katholischen als auch evangelischen Vertreter/innen angehören, befindet sich am Brebacher Weg gegenüber von einem Kreisverkehr. Weitere Informationen rund um Öffnungszeiten, Ansprechpartner und Kontaktdaten finden sie auf der Webseite www.wuhletal.de.

» Gedenkorte in Biesdorf

In den vergangenen Jahren sind in Biesdorf einige schlimme Sachen passiert und viele Menschen wurden zu Unrecht getötet. Um an diese Zeiten zu erinnern und den Toten eine letzte Ehre zu erweisen hat man auch in Biesdorf einige Gedenkorte geschaffen um an diese zu Unrecht getöteten Menschen zu erinnern. Auf diese Weise sollen die Menschen das Vergangene niemals vergessen damit sich in Zukunft eine solche Tragödie nicht wiederholt.

Gedenkstein an Euthanasieopfer in Biesdorf

Gedenkstein an Euthanasieopfer in Biesdorf

Wuhlegarten in Biesdorf

Wuhlegarten in Biesdorf

Auf dem Gelände der Augenklink und des Unfallkrankenhauses Berlin befinden sich zwei Gedenkstellen an die Opfer des Zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945. Auf den ersten beiden Bilder befindet sich ein Gedenkstein mit der Inschrift “Im Gedenken an die Euthanasieopfer 1940-1941”. Ein zweiter Gedenkstein mit Inschrift findet sich in den unweit entfernten Wuhlegarten. Auf diesem Stein befindet sich dir der Schriftzug “Hier sind im Mai 1945 180 Patienten als Opfer des Zweiten Weltkrieges in einem Gemeinschaftsgrab zur letzten Ruhe gebettet worden. Möge ihnen die Erde leicht werden”.

» Stolpersteine in Biesdorf

Bei dem Wort “Stolperstein” denken wahrscheinlich die wenigsten an ein Denkmal an die Zeit des Nationalsozialismus. Ins Leben gerufen hat das Projekt ein Berliner Künstler namens Gunter Demnig der mit diesen kleinen quadratischen Steinen an Menschen erinnern will, die den Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind. Nachdem Motto “Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist” verlegt der Künstler bereits seit 1992 in ganz Europa die Stolpersteine und seit 2003 besitzt auch Biesdorf seinen ersten Stolperstein.

Philipp Feibusch
Stolpersteine in Berlin-Biesdorf - Philipp Feibusch

Margot Feibusch
Stolpersteine in Berlin-Biesdorf - Margot Edith Feibusch

Fanny Feibusch
Stolpersteine in Berlin-Biesdorf -  Fanny Feibusch

Rudolf Ledetsch
Stolpersteine in Berlin-Biesdorf - Rudolf Ledetsch

Jenny Cohn
Stolpersteine in Berlin-Biesdorf - Jenny Cohn

Die Stolpersteine von Margot Edith Feibusch, Fanny Feibusch und Philipp Feibusch findet sich in der Otto-Nagel-Straße 38 (früher als Königstraße bekannt) und wurden am 18. Junni 2003 verlegt. Nach einem Überfall der Nazis im Jahre 1938 beschloss die Familie das Land zu verlassen und nach England auszureisen. Einige Zeit nach der Ausreiche begann der Zweite Weltkrieg. Infolge dessen wurden Fanny und Philipp Feibusch als feindliche Ausländer auf der “Isle of Man” interniert. Nach einem Jahr kam die beiden Elternteile wieder frei und wanderten später in die USA aus.

Der Stolperstein von Jenny Cohn findet sich ebenfalls in der Otto-Nagel-Straße 19 (früher als Königstraße bekannt) und wurde einige Jahre später am 26. Märtz 2010 verlegt. Im Gegensatz zur Familie Feibusch überlebte sie die Verfolgung der Nationalsozialisten nicht und verstarb während der Deportation in das Ghetto Kauen.

Der letzte der fünf Stolpersteine ist von Rudolf Ledetsch, liegt in der Gleiwitzer Straße 4 und wurde am 25. April 2014 verlegt. Sein Schicksal nach der Deportation 1943 ist nicht bekannt. Wahrscheinlich verstarb der zu diesem Zeitpunkt 63 Jahre alte Herr in einer der vielzähligen Konzentrationslagern.