Berater der Bundesregierung fordern Entscheidung zur Nutzung von Wasserstoff als fossilen Brennstoff

Berater der Bundesregierung fordern Entscheidung zur Nutzung von Wasserstoff als fossilen Brennstoff

Dieser Artikel wurde von Clean Energy Wire am . veröffentlicht 5. Juli. Renewables Now veröffentlicht es erneut als CC BY 4.0-Lizenz.

6. Juli (Erneuerbare Energien jetzt) ​​- Deutschlands Wasserstoffrat sagt, dass das Land dringend entscheiden muss, ob Wasserstoff aus fossilen Brennstoffen verwendet werden soll, da die Technologie hochgefahren wird, die als wesentlich für die Erreichung der Klimaziele angesehen wird.

In einem Wasserstoff-Aktionsplan sagte der Rat, die Regierung werde voraussichtlich noch in diesem oder spätestens im nächsten Jahr entscheiden, ob Wasserstoff aus Erdgas mittels Carbon Capture and Storage (CCS) für eine Übergangszeit aufgenommen werden soll. „Diese Entscheidung wird entscheidenden Einfluss auf die möglichen Importmengen und das damit verbundene CO2-Einsparpotenzial haben“, heißt es in dem Bericht.

Im Kampf gegen den Klimawandel wird Wasserstoff zunehmend als Allheilmittel für Sektoren mit besonders hartnäckigen Emissionen wie Schwerindustrie und Luftfahrt gesehen. Deutschland ist bestrebt, weltweit führend bei wasserstoffbezogenen Technologien zu werden, und die Regierung hat eine nationale Wasserstoffstrategie entworfen, um diese Ambitionen zu erreichen. Der Rat berät die Regierung bei der Umsetzung dieser Strategie und setzt sich aus Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Ratspräsidentin Katherina Reiche nannte den Aktionsplan einen „Plan für ein Regierungsprogramm zu Wasserstoff nach den Wahlen im September“, dessen Umsetzung unabdingbar sei, um die beschlossenen Klimaziele des Landes zu erreichen um 65 %. Prozent bis 2030.

Auch das Thema Wasserstoff als fossiler Brennstoff wird im Rat kontrovers diskutiert. In einer abweichenden Stellungnahme des Berichts argumentierten Umwelt-NGOs, dass fossiler Wasserstoff überhaupt nicht als Option in Betracht gezogen werden sollte. Sie heben die Wasserstoffstrategie des Landes hervor, wonach nur „grüner“ Wasserstoff aus erneuerbaren Energien langfristig nachhaltig ist. „Die Einführung neuer sogenannter Brückentechnologien, die zeitlich unbegrenzt genutzt werden, hemmt und verlangsamt den Transformationsprozess“ in Richtung Klimaneutralität, argumentieren sie. Erst im vergangenen Monat forderte auch der deutsche Umweltbeirat (SRU), im Wachstumsmarkt nur auf grünen Wasserstoff zu setzen. Berater sagten, die Regierung sollte sich auch in einer Übergangszeit nicht auf blauen Wasserstoff verlassen, da die erforderliche Infrastruktur die langfristige Umstellung auf erneuerbare Energiequellen verzögern wird.

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In dem Aktionsplan forderte der Wasserstoffrat auch Änderungen des Regulierungsrahmens, um eine Wasserstoffwirtschaft anzukurbeln, mit besonderem Schwerpunkt auf Preisanreizen. „Erstens sollte die CO2-Bepreisung in allen Sektoren gestärkt werden, zweitens sollte der Strompreis von der Erneuerbare-Energien-Steuer befreit werden und drittens sollte die Stromsteuer deutlich gesenkt werden“, erklärte Katherina Reiche.

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