Aurubis: Ermittlungen gegen den Vorstand nach Millionenbetrug

Ermittlungen gegen Vorstand von Aurubis wegen Diebstahl und Betrug

Hamburg – Bei Aurubis, einem Kupferproduzenten mit Sitz in Hamburg, wird derzeit gegen den Vorstand ermittelt. Es wird vermutet, dass es in dem Unternehmen zu Diebstahl und Betrug in einem Gesamtwert von beinahe 170 Millionen Euro gekommen ist.

Eine kriminelle Bande hatte silberhaltige Edelmetalle gestohlen und befindet sich nun vor Gericht. Zudem wurde bei einer Inventur festgestellt, dass Aurubis auch bei Schrottlieferungen betrogen wurde. Die entsprechenden Verantwortlichen im Vorstand sollen nun durch eine beauftragte Anwaltskanzlei ermittelt werden. Der Bericht darüber wird Mitte Januar erwartet und mögliche Konsequenzen werden dann entschieden.

Der Vorstandschef des Unternehmens hat angekündigt, die Sicherheitsvorkehrungen im Unternehmen zu erhöhen, um solche kriminellen Aktivitäten in Zukunft zu verhindern. „Drei Sachverhalte“ von Diebstahl und manipulierten Proben wurden genannt, wodurch ein Schaden von 169 Millionen Euro entstanden ist. Dies sind allerdings 16 Millionen Euro weniger als zunächst angenommen wurde.

Die betrügerischen Vorfälle haben auch Auswirkungen auf den Gewinn von Aurubis, der stark gesunken ist. Die Dividende soll ebenfalls entsprechend reduziert werden. Trotz dieser Rückschläge plant Aurubis jedoch weiterhin Investitionen, darunter den Bau eines neuen Werks in den USA und eine neue Anlage in Hamburg zur Metallverwertung.

Der Kupferproduzent Aurubis steht somit vor großen Herausforderungen, um den Schaden zu begrenzen und das Vertrauen der Investoren wiederzugewinnen. Es bleibt abzuwarten, wie die weiteren Ermittlungen verlaufen und welche Maßnahmen zur Aufklärung und Prävention ergriffen werden. Die Zukunft des Unternehmens hängt maßgeblich von der Effektivität dieser Maßnahmen ab.

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