Alliance of Germany energy associations calls for geothermal development law

Allianz Deutscher Energieverbände fordert Geothermie-Ausbaugesetz

Bundestag, Berlin, Deutschland (Quelle: Herman / flickr, Creative Commons)

Ein Bündnis deutscher Energieverbände forderte in einem gemeinsamen Positionspapier ein Geothermie-Ausbaugesetz, das den Ausbau der Tiefengeothermie beschleunigen soll.

Ein Bündnis von Energieverbänden in Deutschland fordert die Politik auf, ein Geothermie-Ausbaugesetz zu erlassen, das den raschen und verstärkten Ausbau der tiefen Geothermie ermöglicht. Der Aufruf erfolgte über ein gemeinsames Positionspapier, das auf der Veranstaltung „Wärmewende im urbanen Raum mit Geothermie“ veröffentlicht wurde. Das Positionspapier kann über heruntergeladen werden dieser Link.

An dem Positionspapier beteiligte Verbände sind unter anderem die Arbeitsgemeinschaft Energieeffizienz Wärme, Kälte und KWK e. V. (AGFW), der Bundesverband Erneuerbare Energien e. V. (BEE), der Bundesverband Energiewirtschaft Energie und Wasser e Bundesverband Geothermie eV (BVG) und Verband kommunaler Unternehmen eV (VKU). Die Verbände stellten konkrete Handlungsempfehlungen vor, die den Ausbau der tiefen Geothermie erleichtern und die Dekarbonisierung der Fernwärme sowie den Ausbau von Wärmenetzen beschleunigen.

Die Empfehlungen sind wie folgt zusammengefasst:

Verkündung eines Gesetzes zur Förderung der Geothermie

  • Verankerung des Grundsatzes, dass die Nutzung der Erdwärme im überwiegenden öffentlichen Interesse liegt und der öffentlichen Sicherheit dient;
  • Stellen Sie die Verfügbarkeit von Platz und Privilegien im Außenbereich sicher;
  • Parallelisierung von Einzelgenehmigungen;
  • Einführung einer verbindlichen Verfahrensfrist für Genehmigungsverfahren;
  • Standardisierung der Zulassungsvoraussetzungen;
  • Vereinfachungen des UVP-Gesetzes und des Naturschutzgesetzes

BEW-Stipendienprogramm

  • Einführung eines finanziellen Risikoabsicherungsinstruments;
  • Einbeziehung der Geothermie in die Förderung von Einzelmaßnahmen nach BEW;
  • Beschleunigung der Prüfung eines Betriebskostenzuschusses nach BEW bis 2023

Zusätzliche Maßnahmen

  • Sammlung geologischer Daten;
  • Vereinfachungen des Vergaberechts;
  • Verbesserte Akzeptanz von Geothermieprojekten;
  • Aus- und Weiterbildung von Fachkräften verstärken

„Als wichtige Säule der urbanen Wärmewende über Wärmenetze muss sich die Geothermie deutlich schneller und umfassender entwickeln als bisher. Wir brauchen alle Optionen, um die Dekarbonisierung des Wärmesektors bis 2045 erreichen zu können. Klar ist auch, dass der Schutz des Grundwassers bei Geothermieprojekten immer gewährleistet sein muss“, kommentiert die Vorstandsvorsitzende der BDEW-Verwaltung Kerstin Andreae.

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„Wir brauchen Geothermie, um eine sichere und stabile Energieversorgung für uns und zukünftige Generationen zu gewährleisten und unsere Klimaziele zu erreichen. Mit ihrer Hilfe können wir einen Großteil unseres Nutzwärmebedarfs für Raumheizung und Warmwasser nachhaltig decken. Wann, wenn nicht jetzt, ist es an der Zeit, das enorme ungenutzte Potenzial der Geothermie zu nutzen“, ergänzt Helge-Uve Braun, Präsident der BVG und CTO der Stadtwerke München.

Auch die Bundestagsabgeordneten unterstützten den Appell der Verbände. „Zum Ausbau der Geothermie unterstütze ich politische Maßnahmen, die das Entdeckungsrisiko insbesondere für Kommunen mindern, die Erkundungssituation verbessern und natürlich die Geothermie als Option in eine Planung effizienter Stadtwärme integrieren.“ sagte Bernhard Herrmann, MdB, Bündnis 90/DIE GRÜNEN.

„Die Energiewende muss auch eine thermische Wende sein. Auch von Öl, Gas und Kohle zum Heizen müssen wir unabhängig werden. Dafür brauchen wir elektrische Wärmepumpen, aber vor allem Erdwärme. Geothermie hat vor allem in Bayern großes Potenzial. München ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir dieses Potenzial nutzen können. Allerdings fehlen Daten, das finanzielle Risiko der Entwicklung ist hoch und bürokratische Hürden verhindern eine schnellere Expansion. Hier müssen wir und hier werden wir anpacken. Erneuerbare Energien sind nicht nur Wind und Sonne“, sagte Andreas Mehltretter, SPD-Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie.

Quelle: BDEW

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